Die Städtepartnerschaftsbewegung wurzelt tief in der – vor allem europäischen – Geschichte. Richtig Fahrt aufgenommen – in ihrem aktuellen Charakter des Austauschs und der Versöhnung – hat sie allerdings erst nach dem Zweiten Weltkrieg, als vor allem die westlichen Siegermächte deutsche Kommunalpolitiker in ihre Länder einluden, um ihnen einen Eindruck ihrer demokratisch organisierten Kommunalverwaltung zu vermitteln. So entstanden z.B. deutsch-britische Partnerschaften. Weitere Initiativen führten im Zuge der deutsch-französischen Aussöhnung und Verständigung zu zahlreichen Städtepartnerschaften zwischen den ehemals verfeindeten Nachbarländern. Für die Weltoffenheit und das Verständnis der Lebensrealität der Menschen in anderen Ecken der Welt leisteten und leisten Städtepartnerschaften bis heute einen wichtigen Beitrag. So erhielten etwa viele Menschen in Deutschland durch die institutionalisierten Begegnungen im Rahmen von Städtepartnerschaften zum ersten mal die Gelegenheit zu einem Auslandsaufenthalt.
Auch multilaterale Partnerschaften und kommunale Dachverbände wie der Rat der Gemeinden und Regionen Europas (RGRE) nahmen sich bald der Anliegen dieser „größten Friedensbewegung der Welt“ an. Es ist allerdings schwierig, vollständige Zahlen über die Fülle an Städtepartnerschaften weltweit, aber auch nur auf nationaler oder regionaler Ebene, zusammenzutragen.
Ingesamt 7.022 Partnerschaften, Projektpartnerschaften, Stadtfreundschaften und Kontakte deutscher Kommunen mit anderen Kommunen weltweit listet etwa die Datenbank der Deutschen Sektion des RGRE auf (Stand 20.11.2025). Diese Zahlen beruhen jedoch auf freiwilligen Angaben der Kommunen und die tatsächlichen Zahlen liegen darum sehr wahrscheinlich um einiges höher.
Nordrhein-Westfalen zählt derzeit demnach 1.056 Partnerschaften, davon 881 in Europa. Die Liste der nordrhein-westfälischen Partnerschaften wird angeführt von Frankreich (271 Partnerschaften), dem Vereinigten Königreich (142 Partnerschaften) und Polen (96 Partnerschaften). Die Netzwerkstelle beschäftigte sich im Rahmen zweier Projekte schwerpunktmäßig mit den folgenden Ländern:
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Projekt bis 2021







