Das Projekt

Die europäische Einigung auf der Grundlage gemeinsamer Werte und kultureller Vielfalt hat uns in den letzten sieben Jahrzehnten ein friedliches und freies Zusammenleben in Europa ermöglicht.
In Zeiten nationalistischer und rechtsnationaler Tendenzen stehen wir als Europäerinnen und Europäer vor neuen Herausforderungen.

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Städtepartnerschaften

Die Festigung der deutsch-britischen Städtepartnerschaften in Nordrhein-Westfalen steht im Mittelpunkt unseres Projekts.
Wir sehen Städtepartnerschaften als das Friedensprojekt der Kommunen im 20. Jahrhundert. Die seit 2009 laufenden Untersuchungen und Projekte des Kompetenzteams „Städtepartnerschaften und europäische Zivilgesellschaft“ (Leitung: Staatsminister a.D. Wolfram Kuschke, Vorsitzender des Kuratoriums der Auslandsgesellschaft de e.V.) zeigen, dass Städtepartnerschaften auch im 21. Jahrhundert das Rückgrat zivilgesellschaftlicher europäischer Verständigung bilden und somit als idealer Ansatzpunkt für die Verständigung und Zusammenarbeit nach dem Brexit gelten. Daher wollen wir – ausgehend von einer Bestandsaufnahme – besondere Erfolgsfaktoren und Hemmnisse für die Pflege nordrhein-westfälisch-britischer Städtepartnerschaften und -freundschaften nach dem Brexit ermitteln.

Der Brexit

Der Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union hat die gesamte Union in den letzten Jahren erschüttert.
Es gilt zu verhindern, dass dies zu einer Verschlechterung der Beziehungen führt.
Hier kommt insbesondere Nordrhein-Westfalen mit seinen engen und vertrauensvollen Beziehungen zu Großbritannien eine besondere Bedeutung zu. Großbritannien stand Pate bei der Gründung unseres Landes 1946, fast 30.000 Britinnen und Briten leben in Nordrhein-Westfalen.  Es waren insbesondere britische Kommunen, die nach dem Zweiten Weltkrieg Städtepartnerschaften mit nordrhein-westfälischen Kommunen eingegangen sind. In der aktuellen Zeit der Unsicherheit sollten wir ein starkes Zeichen nach außen senden, dass wir zu der Freundschaft und den engen Beziehungen stehen.

Gemeinsam gestalten

Gemeinsam mit den Kommunen und der Zivilgesellschaft werden wir Lösungen für die zukünftige Entwicklung der deutsch-britischen Städtepartnerschaften erarbeiten.
Im Rahmen gemeinsamer Workshops im Herbst und Winter 2020 sollen ermutigende Beispiele gelungener partnerschaftlicher Praxis vorgestellt und ein Austausch über Impulse und Zukunftsperspektiven erfolgen. Begleitend wird eine Konferenz mit Europaminister Dr. Stephan Holthoff-Pförtner stattfinden. Anschließend werden wir in einem themenbezogenen Seminar die ausformulierten Ergebnisse der Befragung zu nordrhein-westfälisch-britischen Städtepartnerschaften beleuchten und Ideen von wichtigen Akteuren und Multiplikatoren wie den Kommunen, kommunalen Spitzenverbänden, der Zivilgesellschaft, Stiftungen und Wissenschaftlern präsentieren, um Impulse für die zukünftige Gestaltung zu vermitteln.

Wir als Auslandsgesellschaft wollen rund um den Brexit und zukünftig, vor dem Hintergrund schwieriger außenpolitischer bzw. internationaler Konfliktlagen, als Plattform des Austausches dienen, als Vermittler, als Ideenzentrum innovativen Handelns. Auch vor dem Hintergrund des Anteils an der nordrhein-westfälischen Bevölkerung ist es sinnvoll, den Blick auch auf die deutsch-türkischen Partnerschaften zu werfen.

Die Auslandsgesellschaft setzt sich seit 1949 in Nordrhein-Westfalen für die Völkerverständigung im Geiste von Humanität und Toleranz ein. Seit 1976 unterhält sie u.a. das nach dem Weiterbildungsgesetz Nordrhein-Westfalen anerkannte Institut für politische Bildung. In Seminaren, Veranstaltungen und Projekten werden aktuelle europapolitische Themen aufgegriffen und vertieft. Zugleich ist die Auslandsgesellschaft Träger des Europe Direct-Informationszentrums Dortmund und des Eurodesk Informationszentrums. Ferner organisiert sie im zweijährigen Zyklus den „Tag der Städtepartnerschaften“ sowie im Auftrag des Europaministers den Wettbewerb „Europa bei uns zuhause“.

Über uns

Die Festigung der deutsch-britischen Städtepartnerschaften in Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit Kommunen und Zivilgesellschaft steht im Mittelpunkt unseres Projekts.

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