Offenes Austauschformat Forum Städtepartnerschaften NRW
Online | 13. März 2025 | 11-13 Uhr
Mit dem „Forum Städtepartnerschaften“ möchten wir unsere gleichnamige in den Vorjahren gut angenommene Veranstaltungsreihe in leicht geänderter Ausführung wiederaufnehmen. Anders als in den Jahren 2021-2024 gibt es daher keine Themeninputs; dafür steht der offene Austausch zwischen Städtepartnerschaftsbeauftragten sowie Städtepartnerschaftsvereinen im Vordergrund.
Das Interesse war groß und die Teilnahme lebhaft: rund 90 Personen, zur einen Hälfte aus der Kommunalverwaltung, zur anderen Hälfte aus der Vereinswelt, nahmen am 13. März am online ausgerichteten 13. „Forum Städtepartnerschaften NRW“ der Netzwerkstelle Städtepartnerschaften teil.
Das offene Austauschformat sollte die gleichnamige in den Vorjahren gut angenommene Veranstaltungsreihe in leicht geänderter Ausführung wiederaufnehmen. Ohne Themeninput und mit offener Tagesordnung stand der offene Austausch zwischen Städtepartnerschaftsbeauftragten sowie Vertretenden aus den Städtepartnerschaftsvereinen im Vordergrund.
Die Hälfte der Nachfragen und Informationswünsche, so ergab eine Themenabfrage vorab, drehten sich um die Themen Vereinsarbeit, Ehrenamt, Nachwuchsgewinnung. Weitere Themenwünsche betrafen Fördermittel & Finanzierung, sowie länder- und themenspezifische Fragen.
Nach einer kurzen Begrüßung und Vorstellung der Netzwerkstelle Städtepartnerschaften durch Dr. Kai Pfundheller, den Leiter der Netzwerkstelle Städtepartnerschaften, ging es darum direkt zur Sache.
Fördermittel & Finanzierung
Den Beginn machten die Fragen zu Finanzierung und Fördermitteln. Insbesondere Förderoptionen für kleinere Austausche, Projekte bzw. Delegationsreisen werden sowohl von Kommunen wie von Vereinen regelmäßig gesucht. Die gute Nachricht ist: es gibt sehr viele Optionen! Die weniger gute: die Recherche dazu ist und bleibt zeitaufwendig.
Einen Einstieg in den Förderdschungel gibt es auf der Website der Netzwerkstelle Städtepartnerschaften: https://staedtepartnerschaftennrw.org/finanzierung, und zwar geordnet nach Förderdatenbanken, staatlichen/öffentlichen Fördermitteln auf den politischen Ebenen von Kommune über Bundesland hin zu Bund und EU, Stiftungen & Soziallotterien, sowie schließlich auch den Zugang über Dach- und Fachverbände auf Landes- und Bundesebene. Aktuelle Ausschreibungen und neue Fördertöpfe für Städtepartnerschaften werden auf der Seite „Aktuelles“ veröffentlicht.
Wer lieber einen fortlaufenden Text liest, dem seien die Lesetipps der Netzwerkstelle empfohlen und dabei besonders als Einstiegslektüre die neu aufgelegte Broschüre „Städtepartnerschaften. Entwickeln. Leben. Ausbauen. Finanzieren.“ der Auslandsgesellschaft. Dort geht es ab S. 21 um Fördermittel und Finanzierung.
Eine konkrete Nachfrage gab es zum Programm „Citizens, Equality, Rights and Values“ (CERV) der Europäischen Union, welches aufgrund seiner besonderen thematischen Ausrichtung auf Städtepartnerschaften und -netzwerke bereits in den vergangenen Jahren häufig Thema war bei den Veranstaltungen der Netzwerkstelle Städtepartnerschaften (mit Praxisbeispielen etwa aus der Stadt Münster). CERV fördert Projekte zum Thema Unionswerte, Gleichstellung, Teilhabe und Gewaltprävention (Daphne) und bietet über seine Kontaktstelle in Bonn gleich fünf Ansprechpartner*innen, die zu den verschiedenen Ausschreibungen des Programms individuell beraten, sowie auch Informationsveranstaltungen anbieten.
Fördermittel für Partnerschaften mit der Ukraine sind hier zusammengestellt. Wenn es um Entwicklungszusammenarbeit geht, sind insbesondere Engagement Global und die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt gute Ansprechpartner.
Zwar kein Förderinstrument, aber mitunter auch hilfreich bei geplanten Reisen können die Angebote der Auslandsgesellschaft sein, die über ihre Reiseabteilung Kommunen und Vereine bei der Planung und Durchführung ihrer Reisen in die Partnerstädte begleiten kann (zum Flyer). Beispiele von solchen Partnerschaftsreisen finden sich hier, hier und hier sowie im Format Bildungsurlaub hier.
Erfreulich viel Vernetzung zwischen den Teilnehmenden gab es zu den Fragen von Reisen in die USA sowie in die Türkei; Länder, in denen die Visa-Bestimmungen die Reisevorbereitung manchmal erschweren können. Durch die reiche Erfahrung von mehreren Städten und Vereinen mit Partnerschaften und Reiseplanungswissen in diese Länder konnten jedoch Fragestellende und Expert*innen schnell zusammenfinden und sich für einen separaten Austausch zu Detailfragen im Anschluss an die Veranstaltung verabreden.
Vereinsarbeit, Ehrenamt, Nachwuchsgewinnung
Auch für die Fragen der Zusammenarbeit zwischen Kommunen und Vereinen brachte die Schwarmintelligenz der Versammelten viele Organisationsformen und Lösungsmöglichkeiten zutage. Einiges davon ist nachzulesen in der Broschüre „Städtepartnerschaften. Entwickeln. Leben. Ausbauen. Finanzieren.“ der Auslandsgesellschaft ab S. 14.
Zusammenarbeit Kommune-Verein
Zunächst mal ist festzuhalten, dass es bereits eine gute Ausgangslage ist, wenn es überhaupt einen Ansprechpartner für Städtepartnerschaften in der kommunalen Verwaltung gibt, sowie auch einen Ansprechpartner in der (organisierten) Zivilgesellschaft. Wie viele Ressourcen es auf beiden Seiten gibt, und wie gut die Zusammenarbeit klappt, ist je nach Kommune ganz unterschiedlich.
In manchen Städten wird von Seiten der Verwaltung alle zwei Monate eine informelle Runde ohne Tagesordnung einberufen, die sich zu bestimmten Partnerländern austauscht. In anderen sind Mitarbeitende der Verwaltung gleichzeitig auch Mitglieder im Städtepartnerschaftsverein, oder der Verein regelt in seiner Satzung, dass die Stadt ein „geborenes Mitglied“ ist, so dass eine städtische Vertretung automatisch zu allen Sitzungen geladen wird. In wieder anderen Städten treffen sich die Vorstände aller Städtepartnerschaftsvereine zweimal im Jahr zum Austausch – so wächst das Wissen voneinander und die Vernetzung miteinander.
Dass das Ehrenamt das Hauptamt braucht, und es auch Möglichkeiten gibt, Unterstützung und Förderung für die Einrichtung von Städtepartnerschaftsstellen in der Verwaltung zu erhalten, zeigen die sogenannten KePol-Stellen, die mit Hilfe von Förderung durch Engagement Global innerhalb der Verwaltung deutscher Kommunen für die Arbeit in Städtepartnerschaften mit dem Globalen Süden eingerichtet werden können.
Partnervereine
Viele Vereine machen sich Gedanken um ihre Partnervereine, die oft vor ähnlichen Schwierigkeiten stehen wie die Vereine hierzulande. Möglichkeiten, alte Partnerschaften wieder aufleben zu lassen, Austauschaktivitäten zu fördern, Austauschprogramme ins Leben zu rufen und sich dabei insbesondere an junge Menschen im Schulalter zu richten, konnten von den Teilnehmenden jeweils mit eigenen Erfahrungen vorgestellt werden. Dabei scheinen besonders die Partnerschaften erfolgreich, die ihre Aktivitäten auf verschiedene Füße in der eigenen Kommune stellen: etwa Austausche zwischen Partnerschaftsvereinen, Schulen, Musikgruppen, Heimatvereinen, Stadtverwaltungen und sogar Backhäusern auf beiden Seiten. Wenn eine Städtepartnerschaft einen solchen Mikrokosmos hervorgerufen hat, trägt dieses Netz wiederum auch die Städtepartnerschaftsvereine und bietet ihnen gute Perspektiven für die Zukunft.
Nachwuchsgewinnung
Interessante und innovative Ideen für die Nachwuchsgewinnung wurden bereits in vielen Kommunen umgesetzt ; so etwa mit einer jährlichen Veranstaltung, bei der explizit junge Menschen eingebunden werden, oder auch mit dem Angebot einer „Familienmitgliedschaft“ in den Städtepartnerschaftsvereinen, die es für junge Familien erschwinglicher machen kann, beizutreten und so auch den Kindern und Jugendlichen den Zugang zu Städtepartnerschaften zu erleichtern.
In manchen Kommunen funktioniert die persönliche Ansprache junger Menschen im Familien- und Freundeskreis sehr gut, und hat zur Verjüngung der Verstände geführt. Auf die Bedürfnisse nicht nur junger Menschen nach flexiblerem und befristetem Engagement wird mancherorts reagiert mit der verstärkten Möglichkeit, sich in Projekte einzubringen, und die Vorstandsarbeit stärker rotieren zu lassen.
Die Rolle der Vereinssatzung wurde ebenfalls angesprochen – sie legt ja die Grundlagen für das Selbstverständnis und die angedachten Aktivitäten eines Vereins. Geht es etwa „nur“ um die Aufrechterhaltung der Städtepartnerschaft, oder wird der Vereinszweck weiter gefasst, etwa auch als Bildungsarbeit zum Partnerland allgemein, so dass ein breiteres Angebot an Veranstaltungen ermöglich wird und dadurch vielleicht auch die Ansprache von jüngeren Zielgruppen?
Jugendcamps, Juleica und rechtliche Fragen
Einen Abstecher in juristische Fragestellungen gab es mit der Schilderung der Situation eines Jugendcamps, für dessen Organisation kurzfristig Jugendleiter*innen benötigt wurden.
In Nordrhein-Westfalen ist die Jugendleiter*in-Card (Juleica) zwar kein gesetzlich vorgeschriebener Nachweis, um ein Jugendcamp durchzuführen. Allerdings wird sie stark empfohlen, da sie als Qualitätsnachweis für ehrenamtliche Tätigkeiten in der Jugendarbeit dient. Die Juleica ist ein bundesweit einheitlicher, amtlicher Ausweis für regelmäßige ehrenamtliche Tätigkeit in der Jugendarbeit und Bestätigung, dass eine Ausbildung nach festgeschriebenen Standards absolviert wurde, bei der unter anderem Aufgaben und Funktionen in der Jugendleitung, Ziele, Methoden und Aufgaben sowie Rechts- und Organisationsfragen der Jugendarbeit unterrichtet wurden.
Die Juleica dient Jugendleiter*innen zur Legitimation und als Qualifikationsnachweis gegenüber Teilnehmenden und deren Eltern, aber auch gegenüber staatlichen und nichtstaatlichen Stellen. Mit der Juleica sind auch einige Vergünstigungen verbunden. Das Dokument gilt für maximal drei Jahre und muss danach neu beantragt werden.
Informationen zur Jugendleiter/in-Card gibt es unter folgenden Adressen:
- https://www.engagiert-in-nrw.de/juleica
- https://www.juleica.de/bundeslaender/nordrhein-westfalen/
- https://juleicaonline.de/
- https://www.ljr-nrw.de/themen/engagementfoerderung/juleica-2/
Insbesondere Kommunen und Vereine, die regelmäßig Jugendbegegnungen durchführen, konnten von guten Erfahrungen und den organisatorischen Vorteilen berichten dank der Juleica-Qualifikationen ihrer städtischen Mitarbeitenden bzw. Vereinsmitglieder. Alternativ können punktuell für Projekte natürlich auch Juleica-Träger aus anderen Vereinen und Verbänden angesprochen und um Unterstützung gebeten werden.
Sichtbarkeit und Öffentlichkeitsarbeit
Eine Fragestellung, die viele beschäftigte, war die der Sichtbarkeit der Veranstaltungen zu Städtepartnerschaften innerhalb der eigenen Kommune sowie darüber hinaus, und auch die der Erreichbarkeit relevanter Zielgruppen über welche Kanäle. So wurde die Frage gestellt, ob es eine Plattform gäbe, wo Städtepartnerschaften ihre Projekte und Veranstaltungen einstellen könnten. Bislang ist so eine Plattform jedoch nur aus dem deutsch-französischen Partnerschaftsbereich bekannt: die Website jumelage.eu hat einen Bereich, in dem Akteure der deutsch-französischen kommunalen Partnerschaften ihre Projekte präsentieren können. Jumelage.eu wird vom RGRE und der AFCCRE, also kommunalen Spitzenverbänden auf deutscher und französischer Seite, getragen und vom Deutsch-Französischen Institut herausgegeben.
Die meisten Kommunen und Vereine nutzen andere Kanäle, um ihre Veranstaltungen zu bewerben – etwa über lokale Medien, über den Austausch mit anderen Vereinen, eigene oder städtische Newsletter oder Veranstaltungsportale, Schnittstellen zu Schulen oder VHS oder anderen Orten, an denen die gewünschte Zielgruppe zusammenkommt und Informationen erhält, sowie auch Social Media.
Weitgehend kostenfreie Weiterbildungsmöglichkeiten für Vereine u.a. auch zu diesen Themen gibt es bei der Westfalen-Akademie NRW (https://www.westfalen-akademie.nrw), oft als digitale Veranstaltungen, z.B. zu den Themen „Öffentlichkeitsarbeit für Vereine“, „Pressearbeit für Vereine“, sowie auch zu praktischen und kostenfreien Layout-Programmen wie Canva oder auch gezieltes Wissen zum Urheberrecht. Organisiert wird die Seminarreihe von der Stiftung Westfalen-Initiative in Kooperation mit der Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen (lagfa NRW e.V.), dem Westfälischen Heimatbund (WHB) und dem Landeswanderverband NRW e.V.(LWV).
Auch die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) bietet unter dem Titel „#DSEEerklärt-Seminarreihen“ kostenfreie Seminare online an, etwa zu Social Media, zur Digitalisierung oder Datenschutz, die im Nachgang meist als Videoaufzeichnung zur Verfügung gestellt werden und so auch ein zeitversetztes Informieren nach eigenem Zeitplan erlauben.
Versicherungsschutz für Vereine und Ehrenamtliche
Ein großes Thema vor allem für die Vereine ist der Versicherungsschutz. Ob es um Reisen ins Ausland zur Partnerstadt geht, um Haftpflicht- oder Unfallversicherung bei Projekten vor Ort, Veranstaltungsmanagement oder Jugendcamps; die Bandbreite von Fragen und Erfahrungen ist groß.
So konnten im gemeinsamen Austausch auch nur eine Reihe von Schlaglichtern gesetzt und nützliche Adressen und Hinweise ausgetauscht werden.
Aber auch hier gibt es Institutionen, die weiterhelfen können.
Auf Bundesebene berät die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) zum Versicherungsschutz. Sie schreibt: „Informationen über den gesetzlichen Versicherungsschutz für Engagierte findet ihr im Serviceportal eures Bundeslandes (Landesehrenamtsversicherung), bei den Sozialversicherungsträgern, Berufsgenossenschaften oder auch bei Dachverbänden von Vereinen. Diese Institutionen bieten umfassende Informationen über die gesetzlichen Bestimmungen und Pflichten im Zusammenhang mit dem Versicherungsschutz für ehrenamtlich Engagierte.“
In den „#DSEEerklärt-Seminarreihen“ finden sich Beiträge zu verschiedenen Absicherungsmöglichkeiten für Vereine, unter der Überschrift „Versicherungen – mit Sicherheit fürs Ehrenamt“ etwa vier Videoaufzeichnungen von 2022 über Basiswissen Versicherungen für Vereine, Haftungsfragen, Unfallschutz & Unfallversicherung sowie Gebäude- und Inventarversicherung. Zwei weitere Videoaufzeichnungen von 2024 behandeln den Gesetzlichen Versicherungsschutz für Vereine in vertiefter Form sowie die Absicherung von Vereinsvorständen.
Zu rechtlichen Fragen allgemein – etwa Haftung, Versicherung, Arbeitsrecht und virtuellen Versammlungen – gibt es eine weitere vierteilige Video-Reihe der DSEE namens „Rechtlich sicher im Verein“, die 2022 gemeinsam mit der CMS-Stiftung veröffentlicht wurde. Auch zu Vereinsgründungen und Vereinsstrukturen, steuerlichen Fragen und zur Organisationsentwicklung bietet die DSEE Informationen an.
Zudem gibt es beim Bundesministerium des Innern und für Heimat einen Überblick zur Unfall- und Haftpflichtversicherung im Ehrenamt: https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/faqs/DE/themen/heimat/ehrenamt/ehrenamt-und-versicherung/ehrenamt-und-versicherung-liste.html
Auch auf Landesebene gibt es Beratung und Unterstützung für Vereine und Ehrenamtliche zum Thema Versicherung, etwa im Engagement-Portal des Landes Nordrhein-Westfalen bzw. der Landesservicestelle für bürgerschaftliches Engagement: https://www.engagiert-in-nrw.de/sicherheit. So gibt es eine Haftpflicht-Sammelversicherung für ehrenamtlich und freiwillig Engagierte, die ihre Tätigkeit außerhalb von rechtlich selbstständigen Organisationen ausüben, außerdem eine Unfall-Sammelversicherung für alle ehrenamtlich Tätigen in Nordrhein-Westfalen (weitere Infos auch hier). Eine umfangreiche Broschüre und weitere Merkblätter zu dem Thema gibt es bei der Unfallkasse NRW: https://www.unfallkasse-nrw.de/versicherte-und-leistungen/versicherte/ehrenamtlich-taetige.html. Und ein Faltblatt der Landesregierung NRW beantwortet die wichtigsten Fragen zur Sicherheit im Ehrenamt.
Auch die Landesservicestelle bietet Online-Veranstaltungen und Informationen an, die für Vereine hilfreich sein können, auch zu rechtlichen Fragen: https://www.engagiert-in-nrw.de/rechtliche-hinweise. Zudem stehen Informationen zum Versicherungsschutz von zivilgesellschaftlichen Organisationen (wie Vereine, Stiftungen, gGmbHs…) zur Verfügung. Eine Service-Hotline und eine Email-Beratung gibt es außerdem.
Gerade die Veranstaltungsorganisation ist für Vereine ein Bereich, in dem es viele offene Fragen gibt. Hierfür hat das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen einen Leitfaden erstellt, der Hilfestellung bietet. Der Leitfaden und weitere Informationen finden sich auf der Unterseite „Informationen zur Veranstaltungsorganisation“.
Ob die eigene Privathaftpflichtversicherung für Schäden im Rahmen von ehrenamtlich ausgeführten Tätigkeiten aufkommt, dafür bietet das Vergleichsportal Check24 einen Online-Vergleichsrechner an. Und Finanztip.de bietet Informationen zur Unfallversicherung für Ehrenamtliche an. Zudem gibt es auch Anbieter von Versicherungen speziell für Vereine, wie etwa die Stiftung Deutsches Ehrenamt als gemeinnützige GmbH.
Zukunftsperspektiven, Länder und Themen
Schließlich wandte sich der Austausch auch allgemein den Zukunftsperspektiven von Städtepartnerschaften zu. Konkrete Fragen betrafen insbesondere Partnerschaften zu den USA, der Türkei, den Niederlanden und zur Ukraine. Vielfach konnte durch die persönliche Vernetzung der Teilnehmenden der Grundstein für weiteren Austausch gelegt werden. Ein hilfreicher Ausgangspunkt können hier zudem die Informationen der Netzwerkstelle Städtepartnerschaften sein, bei der in den vergangenen Jahren USA, Türkei und Ukraine verschiedentlich im Fokus standen. Für weitergehende Informationen zu den Niederlanden wurde das Haus der Niederlande in Münster genannt: https://www.uni-muenster.de/HausDerNiederlande/.
Zum Thema Humanitäre Hilfe wurde das lokale Deutsche Rote Kreuz (DRK) erwähnt, das bei der Beschaffung von medizinischem Material helfen könne, ebenso auch wie beim Transport, oft auch unentgeltlich. Erfahren im Thema Hilfslieferungen ist zudem das Blau-Gelbe Kreuz in Köln und im Bereich der Geflüchtetenhilfe der Verein Grenzenlose Wärme in Dortmund.
Nach zwei Stunden intensiven Austauschs endete die Veranstaltung.
Die Berichte der zurückliegenden Veranstaltungen „Forum Städtepartnerschaften NRW“ zum Nachlesen finden Sie unter diesem –> Link
