Bericht 4. Forum Städtepartnerschaften NRW

« Projektmittel für Städtepartnerschaften – das EU-Förderprogramm CERV »

Das neu aufgelegte EU-Förderprogramm „Citizens, Equality, Rights and Values“ (CERV) für die Förderperiode 2021-2027 richtet sich explizit an städtepartnerschaftliche Projekte. Entsprechend groß war das Interesse am vergangenen Donnerstag 7. Oktober am 4. Forum Städtepartnerschaften NRW, bei welchem die Kontaktstelle CERV der Europäischen Union in Deutschland eine Einführung in die neuen Programmrichtlinien gab.

Nach einer Begrüßung durch Dr. Kai Pfundheller, Leiter der Netzwerkstelle, stellten Jochen Butt-Pośnik und Claudia Leinauer von der Kontaktstelle CERV die Programmziele und Fördermodalitäten des neuen Programms vor. Im Grundsatz geht es weiterhin um den Schutz sowie die Förderung der Menschenrechte und Grundwerte der Union, um Gleichstellung, Bürgerbeteiligung, demokratische Teilhabe und Gewaltprävention – gegliedert in insgesamt vier Aktionsbereiche. Die „spezifischen Programmziele“ betonen unter anderem die Förderung des Austauschs zwischen Bürger*innen verschiedener Länder, insbesondere durch Städtepartnerschaften und Städtenetze. Aber auch Bürgerbeteiligung an sich, Geschichtsbewusstsein, Sensibilisierung für das gemeinsame europäische Erbe und ganz allgemein gegenseitiges Verständnis und Toleranz werden gefördert. Die maximale Fördersumme beträgt 30.000 Euro, insgesamt beträgt das Fördervolumen des Programms 1,4 Mrd Euro.

Im Unterschied zum Vorgängerprogramm „Europa für Bürgerinnen und Bürger“ aus der vergangenen Förderperiode können im neuen Programm über denselben Antrag auch Rückbesuche bzw. mehrfache Besuche gefördert werden. Details zu den jeweiligen Förderaufrufen sind auf der Website der Kontaktstelle CERV einsehbar.

Festzuhalten ist, dass jede EU-Finanzierung eine Ko-Finanzierung ist und daher auch Eigenmittel eingeplant werden müssen. Die Kontaktstelle CERV berät gerne bei der Antragsstellung und kann auf umfangreiche Erfahrung in Finanzierungsfragen zurückgreifen.

Die Kurzvorstellung der beiden Projekte „Twin City Games“ und „Twin towns for a sustainable Europe“ aus dem EfBB-Programm der vergangenen Förderperiode durch Christiane Lösel, Leitung Büro Internationales & Europa der Stadt Münster, erhielt viel Aufmerksamkeit und Zuspruch von den rund 40 Teilnehmenden. Erfolgreiche Praxisbeispiele können gut als Vorbilder und Orientierungspunkte für eigene neue Projekte genutzt werden, und so hatte Christiane Lösel zahlreiche Fragen zu beantworten, etwa zum Zeitaufwand der Projektmitarbeitenden sowie zur Komplexität der Antragsstellung. Von der Idee und der Projektskizze über die Zeitplanung im Corona-Kontext, die Einbindung von Vereinen und Zivilgesellschaft sowie die Motivation der Partnerstädte bis hin zur Budgetaufstellung und zur pragmatischen Organisation vor Ort konnten die Teilnehmenden so den Werdegang des vorgestellten Projekts sehr anschaulich nachverfolgen.

Zahlreiche Teilnehmende fühlen sich nun motiviert, sich ihrerseits mit einem Projekt auf den Weg zu machen und mit ihren Städtepartnern einen Antrag beim EU-Förderprogramm CERV zu stellen.

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Die Festigung der Städtepartnerschaften in Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit Kommunen und Zivilgesellschaft steht im Mittelpunkt unseres Projekts.

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