Netzwerkveranstaltung anlässlich des zehnjährigen Jubiläums der
Regionalpartnerschaft zwischen Nordrhein-Westfalen und Hauts-de-France
07.11.2024 | 10:30 – 16:30 Uhr
LWL-Museum Zecher Zollern | Grubenweg 5 | 44388 Dortmund





Die alten Industriegebäude der Zeche Zollern lagen in dichtem Nebel, aber das tat der Stimmung der 110 Gäste, die am 7. November 2024 aus ganz Nordrhein-Westfalen und aus der französischen Partnerregion Hauts-de-France angereist waren, um das zehnjährige Partnerschaftsjubiläum zu feiern, keinen Abbruch.
Landtagsabgeordnete, Vereinsvorsitzende, Lehrerinnen und Dolmetscher trafen sich mit Menschen aus Jugendverbänden, Kulturinstitutionen, Freundeskreisen, Ministerien, Vertreterinnen aus Kunstmuseen und Universitäten, Verwaltungsmitarbeitende und Partnerschaftsbeauftragte aus Kleinstädten und großen Metropolen, Entsandte von Wirtschaftsverbänden, Berufsschulen und Fachhochschulen schüttelten Hände und lernten einander kennen. Es war eine bunte Gruppe, die vom Begrüßungskaffee mit französischen Croissants bis zum Abschiedskaffee mit westfälischem Butterkuchen sich einen Tag lang interessiert und motiviert in deutsch, französisch und – als Mittlersprache – englisch unterhielt und austauschte.
Auf Initiative der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen und mit der organisatorischen Unterstützung der Auslandsgesellschaft.de e.V. und ihrer Netzwerkstelle Städtepartnerschaften konnte diese Netzwerkveranstaltung durchgeführt werden, nur wenige Wochen, nachdem in Lille die Erneuerung der Gemeinsamen Erklärung der Partnerschaft feierlich unterzeichnet worden war.
Seit 2014 pflegen Nordrhein-Westfalen und die französische Region Hauts-de-France eine Regionalpartnerschaft auf der Grundlage einer Gemeinsamen Erklärung über die Zusammenarbeit und den Ausbau freundschaftlicher Beziehungen. Bereits im Jahr 2004 wurde ein erstes Arbeitsprogramm durch beide Regionen verabschiedet. Die Partnerschaft verfolgt die Absicht, zum Dialog zwischen Bürgerinnen und Bürgern beider Regionen beizutragen und sich für eine nachhaltige Entwicklung von Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt einzusetzen. Die Regionalpartnerschaft trägt damit zur Verwirklichung der Ziele des Élysée-Vertrags von 1963 sowie des Vertrags von Aachen von 2019 bei und leistet einen Beitrag zur weiteren Stärkung der deutsch-französischen Freundschaft. Eine Stärkung der Zusammenarbeit zwischen beiden Regionen ist dabei erklärtes Ziel der Landesregierung.
Die eintägige Netzwerkveranstaltung sollte den Akteuren aus Nordrhein-Westfalen Gelegenheit zur Vernetzung geben und sie zum Aufbau neuer Zusammenarbeit mit der Partnerregion anregen.
Auf dem Programm stand neben der Themenarbeit entlang der Schwerpunkte der Partnerschaftserklärung eine Bestandaufnahme bisheriger Projekte, Impulse und Dialogformate, um Potentiale der Zusammenarbeit sichtbar zu machen.
©Staatskanzlei NRW / Siegersbusch Film | Impressions de l’événement de réseautage (2min)
Fotoausstellung zur Schulpartnerschaft Duisburg-Calais
Eine eigens für diesen Tag in der Zeche Zollern aufgebaute Fotoausstellung von Schülerinnen und Schülern des Robert-Bosch-Berufskollegs Duisburg und ihrer Partner im Lycée professionel Normandie Niemen in der nordfranzösischen Partnerstadt Calais setzte den Rahmen dafür, was eine Partnerschaft zwischen zwei Städten – oder auch Regionen – so besonders macht. „Heimatliebe Duisburg-Calais aus Schülerperspektive“ stellte in 17 Fotos die Lieblingsorte der jungen Menschen in ihren jeweiligen Heimatstädten vor. Diese sind bewusst von ihnen als „nicht professionelle“ Fotografen festgehalten und sollen ihre Perspektive auf Orte ihrer Heimatstadt lenken, die für sie eine besondere Bedeutung haben und zu denen sie eine starke Verbundenheit empfinden. Die Botschaft: Nur durch das Verständnis des anderen ist Völkerverständigung der jungen Generationen untereinander möglich! Jede Stadt ist einzigartig – und doch fällt auf, dass es oft ähnliche Motive sind: der Jugendtreff, die Kiosks und die Streetart in Duisburg – in Calais die Streetart, der Skatepark und das Fußballstadion Stade de l’Epopée. Auf beiden Seiten wurde das Rathaus als Identifikationsgebäude verewigt. Beiden Gruppen ist die Natur in ihrem Umfeld wichtig – ob Innenhafen, Seen und Flüsse in Duisburg, oder Pier, Deich, Strand und das Cap Blanc Nez in Calais. Und schließlich haben beide auch einen Blick auf die eigene Industriekultur entwickelt und eine Perspektive auf ihre (berufliche) Zukunft. Bei aller Verwurzelung in ihrer jeweiligen Heimat verbindet sie vieles, das ist augenfällig.
Im Mai 2022 war das Erasmus-Projekt, bei dem Schüler des Robert-Bosch-Berufskollegs in die Duisburger Partnerstadt fahren, zum ersten Mal umgesetzt worden. In Calais unterstützen die Schüler*innen die Arbeit im Friedensprojekt beim Wiederaufbau der am Ende des Zweiten Weltkriegs zerstörten Kathedrale Notre Dame mit Gartenarbeiten und einfachen handwerklichen Tätigkeiten. Um die Besuche vorzubereiten, wurde das Thema der Internationalisierung, inklusive der Städtepartnerschaften, in die didaktische Jahresplanung der Bildungsgänge integriert. Seit 2023 ergab sich die Partnerschaft mit dem Lycée professionel. Das Fotoprojekt entstand im Jubiläumsjahr 2024 der Städtepartnerschaft zwischen Duisburg und Calais.


Diashow von Projekten aus den Partnerschaften Krefeld-Dunkerque und Düren-Valenciennes
Mit zwei Diashows zu Kunst, Kultur und Musik rückten weitere Ebenen von Austausch und Partnerschaft in den Blick. Die Fotos zeigten zum einen Projekte der Partnerschaft der Kunstmuseen Krefeld mit dem Fonds régional d’art contemporain Grand Large-Hauts de France in Dünkirchen/Dunkerque. Zum anderen waren die Musikprojekte der Partnerschaft zwischen Düren und Valenciennes zu sehen, in denen das Konzertforum Cappella Villa Duria, das Dürener Burgau-Gymnasium, des Sinfonische Blasorchester der Musikschule Düren und eine Jazz Kombo aus Valenciennes zusammenspielen.

Stolz auf gemeinsam Erreichtes, Ehrgeiz für die gemeinsame Zukunft
In ihren Grußworten sprachen sich die Vertreter von Frankreich, Hauts-de-France, Nordrhein-Westfalen und der Gastgeberstadt Dortmund für eine Intensivierung der regionalen Zusammenarbeit aus und würdigten die bisherige Zusammenarbeit von einer so großen und vielfältigen Zahl an Akteuren auf beiden Seiten.

Ludger Siemes, Leiter der Abteilung Europa und Internationale Beziehungen der Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen, eröffnete die Veranstaltung in Vertretung von Nathanael Liminski, Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales sowie Medien des Landes Nordrhein-Westfalen und Chef der Staatskanzlei, der aufgrund aktueller politischer Geschehnisse kurzfristig terminlich verhindert war. Siemes schlug den Bogen vom – durch den symbolträchtigen Veranstaltungsort präsenten – gemeinsamen Ursprung der beiden Partnerregion im Bergbau zur heutigen breit aufgestellten Partnerschaft, die längst mehr verbindet als das historische Erbe als Kohle- und Stahlstandorte. Strukturwandel und Transformation waren und bleiben Themen der Partnerschaft. Als Schwerpunkte nannte er den Austausch von Jugend und Zivilgesellschaft ebenso wie die Zukunftsthemen Innovation, Wettbewerbsfähigkeit, Energie und Klimaschutz, aber auch den Artenschutz und den Erhalt des kulturellen Erbes – alles unter dem gemeinsamen Dach Europas.
Für Norbert Schilff, Bürgermeister der Stadt Dortmund, steht Zeche Zollern für den erfolgreichen Wandel der Region vom Industriestandort hin zu einem modernen Wirtschaftsstandort. Stichworte dafür sind neben Wissenschaft und Logistik allgemein die Informationstechnologie, Mikro- und Nanotechnologie, Biomedizin, moderne Produktions- und Fertigungstechnologien, neue Werkstoffe und die Energietechnik.
Schilff erinnerte jedoch daran, dass die Brücken zwischen den Regionen nicht nur wirtschaftlichen, sondern auch kulturellen und sozialen Mehrwert schaffen müssten. Als Beispiel für die fruchtbare Zusammenarbeit auf städtepartnerschaftlicher Ebene nannte er die seit 1960 bestehende Partnerschaft zwischen Dortmund und der französischen Stadt Amiens. Diese Städtepartnerschaft sei nicht nur eine der ältesten, sondern auch eine der erfolgreichsten und lebendigsten, die Dortmund pflegt. Seit über sechs Jahrzehnten fördern zahlreiche gemeinsame Projekte, Jugendbegegnungen und kulturelle Veranstaltungen den Austausch zwischen beiden Städten und tragen dadurch zur Stärkung der deutsch-französischen Freundschaft bei.
Lobende Worte fand Schilff dabei für die Auslandsgesellschaft, einst gegründet als Deutsch-Französisches Institut, die dabei eine zentrale Rolle gespielt habe, durch Kontaktanbahnung und Organisation von Austausch. In einer Zeit, in der populistische Strömungen zunehmen, sei es besonders wichtig, so Schilff, den Wert von Partnerschaften zu betonen, die auf Verständigung basieren. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und der Dialog seien Schlüssel, um eine friedliche und tolerante Zukunft in Europa zu sichern.


Auf Deutsch stellte Dr. Etienne Sur, französischer Generalkonsul in NRW, all die vielen Verbindungen vor, die es zwischen den einstigen Erbfeinden und heutigen Partnerländern Deutschland und Frankreich und insbesondere NRW, mittlerweile gibt. So ist die französische Präsenz in NRW besonders groß, angefangen von diplomatischen Vertretungen über Kulturinstitute, französische Unternehmen sowie die Handels- und Wirtschaftsabteilung der französischen Botschaft (Business France) mit Zentrale in Düsseldorf bis hin zu vielfältigen Bildungsangeboten zu französischer Sprache und Kultur von der Kita bis zur Hochschule.
Mit seiner eigenen Biographie steht Dr. Sur in der langen Tradition derer, die Mittler zwischen beiden Ländern waren und denen dieses Zusammenwachsen im europäischen Geist letztlich auch zu danken ist.
Ebenso wie seine Vorredner dankte auch François Decoster, Vizepräsident des Regionalrats der Region Hauts-de-France, den Teilnehmenden für ihr Engagement und zeigte sich erfreut über die vielen
Gäste, die die Reise aus Hauts-de-France nach Dortmund auf sich genommen hatten, um bei der Jubiläumsfeier dabei sein zu können. Die Zeche Zollern als „lieu de mémoire“, und die Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Partnerregionen würdigte er besonders, um anschließend auf die vielen gemeinsamen aktuellen und zukünftigen Projekte und Herausforderungen einzugehen. So sprach er von rund 260 Maßnahmen zur Festigung der Partnerschaft, auf so vielfältige Weise wie etwa durch die französische
Teilnahme an der Gamescom, der weltweit größten Messe für Computer- und Videospiele und Unterhaltungselektronik in Köln, oder den zahlreichen französischen Unternehmen in NRW, die dank des Programms Volontariat international en entreprise (V.I.E.), jungen Französinnen und Franzosen ermöglichen, ihre Karriere auf internationaler Ebene im Partnerland Deutschland zu beginnen. Decoster sprach vom Mobilitätspaket der EU sowie von der Unterstützung und Vermittlung des Deutsch-Französischen Jugendwerks (DFJW), dank derer mehr als 450 junge Menschen aus Frankreich im Rahmen eines Austauschs NRW besuchen konnten.
Sein Misstrauen äußerte er gegenüber dem Konzept eines Europas der Zwei oder mehr Geschwindigkeiten: ein Ausdruck, der Szenarien der unterschiedlichen Integration der EU-Mitgliedstaaten in die großen europäischen Projekte bezeichnet, und sprach sich klar für weitergehende Integration aus.
Ein großes Anliegen, so Decoster, sei es, die Mobilität von jungen Auszubildenden zu fördern. So wisse heute jeder über den Bologna-Prozess Bescheid, der Hochschulreform von 1999 zur europaweiten Vereinheitlichung von Studiengängen und -abschlüssen, der auf die internationale Mobilität der Studierenden zielte, jedoch kaum einer über den Kopenhagen-Prozess, der die Entwicklung einer engeren europäischen Zusammenarbeit in der beruflichen Aus- und Weiterbildung zum Ziel hatte und bereits 2002 angestoßen wurde. Das müsse sich ändern. Er wolle die internationale Mobilität der aktuell rund 75 000 Auszubildenden in Hauts-de-France nachhaltig stärken, etwa durch ein Netzwerk von Unternehmen und Auszubildenden, und so ein Europa schaffen, das allen jungen Menschen etwas zu sagen und zu bieten habe.

Ausführlich sprach Decoster über die Notwendigkeit einer ökologischen und wirtschaftlichen Transformation in beiden Partnerregionen und über die Potentiale einer regionalen Zusammenarbeit unter Einbeziehung des BENELUX-Raumes. Wasserstoff war hier ein Stichwort insbesondere für die dicht besiedelten Regionen, wie es Nordrhein-Westfalen und Haut-de-France aufgrund ihrer Industrievergangenheit sind. Besondere Bedeutung, so Decoster, käme ferner dem Klima- und Schutz der Biodiversität zu. So sei daher das Thema Biodiversität am 4. September 2024 als weitere Dimension in die neue Partnerschaftsvereinbarung aufgenommen worden. Decoster wies darauf hin, dass die EU mit großer Aufmerksamkeit von Ländern weltweit beobachtet wird, auch im Hinblick auf ihre Positionierung in diesen Themenbereichen, und gab seinem Wunsch nach einer integrierten und gestärkten Union der Regionen Ausdruck. Die Extremwetterereignisse der letzten Jahre, die etwa im Ahrtal 2021 und kürzlich in Frankreich zu Überflutungen geführt haben, nahm er zum Anlass, an die gemeinsame Verantwortung für die Bewahrung unseres Planeten zu appellieren.
Zuletzt sprach Decoster von seinen persönlichen Erfahrungen als junger Mensch in Krefeld, wo er seine Deutschkenntnisse zur Anwendung bringen konnte – in einer Zeit, in der die Geschichte in Bewegung geriet: „l’histoire en mouvement“. Als überzeugter Europäer rief er schließlich die versammelten Akteure der beiden Partnerregionen dazu auf, die Avantgarde für die Weiterentwicklung Europas zu sein.
Impulsvortrag: „Netzwerke regionaler Partnerschaften – warum und wozu?“


Vom Sinn regionaler Kooperation allgemein, ihrem Verhältnis zur interkommunalen Kooperation sowie zur Leuchtturmfunktion der Zusammenarbeit zwischen Nordrhein-Westfalen und Hauts-de France im Besonderen sprach Dr. Kai Pfundheller, Leiter des Instituts für Politische Bildung der Auslandsgesellschaft.de e.V. und der Netzwerkstelle Städtepartnerschaften, in einem Impulsvortrag mit dem Titel „Netzwerke regionaler Partnerschaften – warum und wozu?“
Aus ihrer mittlerweile 75-jährigen Erfahrung in der Völkerverständigung allgemein und der Städtepartnerschaftsarbeit für ihre Heimatstadt Dortmund ganz konkret weiß die Auslandsgesellschaft um den besonderen Wert von Partnerschaften, ob zwischen Kommunen, Kreisen, Regionen oder dem Land. Dank der Aktivitäten ihres „Kompetenzteams Städtepartnerschaften und europäische Zivilgesellschaft“ konnten über viele Projekte und Studien zum Thema in den letzten 15 Jahren viele Erkenntnisse gerade zur Städtepartnerschaftslandschaft in NRW gewonnen werden.
Pfundheller ging in seinem Vortrag an die Anfänge der Städtepartnerschaftsbewegung zurück und erläuterte ihren Entstehungskontext und den Wunsch nach Versöhnung und Völkerverständigung vor dem Hintergrund der Katastrophe des Zweiten Weltkrieges, weswegen Städtepartnerschaften bis heute oft als „größte Friedensbewegung der Welt“ bezeichnet werden. Die Entwicklung der Städtepartnerschaften in NRW, Deutschland, Europa und die besonderen kommunalen Beziehungen zu Frankreich zeichnete er ebenso nach wie den zunehmenden Motivwandel der Partnerschaften hin zu einer breiten thematischen Auffächerung. Am Beispiel der Partnerschaft zwischen Nordrhein-Westfalen und Hauts-de France und ihrer Entwicklung in den vergangenen nicht nur zehn, sondern zwanzig Jahren, machte er so deutlich, welcher Mehrwert in der Zusammenarbeit von Regional- und der sie unterfütternden Kommunalpartnerschaften steckt, und welche Potentiale hier noch gehoben werden können. Pfundheller endete mit einer Schilderung aktueller Trends sowie möglicher zukünftiger Entwicklungen vor dem Hintergrund der aktuellen weltpolitischen Lage. Dabei betonte er die besondere Bedeutung der deutsch-französischen Partnerschaften, auf die nun eine besondere Verantwortung angesichts der Weltlage zukäme, die aber auch die Kraft und die Ideen hätten, dieser gerecht zu werden.
Foto: Dagmar Becker, Netzwerkstelle Städtepartnerschaften

Einblicke in die thematische Zusammenarbeit
In einem Fachgespräch, moderiert von Wolfram Kuschke, Staatsminister a.D., Kuratoriumsvorsitzender der Auslandsgesellschaft.de e.V. und ehrenamtlicher Leiter der Netzwerkstelle Städtepartnerschaften, tauschten sich Schlüsselakteure aus den Bereichen der Schul- und Hochschulbildung, der engagierten Zivilgesellschaft, der Kommunalverbände, dem Energiesektor sowie von Kunst und Kultur intensiv aus über bestehende Kooperationen und zukünftige Perspektiven der Zusammenarbeit zwischen den beiden Partnerregionen. Kuschke hatte als Europaminister 2004 gemeinsam mit seiner damaligen Amtskollegin, der Vizepräsidentin des Regionalrats der Region Nord-Pas de Calais, Martine Filleul, das erste gemeinsame Arbeitsprogramm zur bilateralen Zusammenarbeit der beiden Regionen auf den Weg gebracht. Schwerpunkte damals waren die Sprachausbildung, die wirtschaftliche Entwicklung der Regionen, der Austausch in den Bereichen Kultur und Sport und die Zusammenarbeit auf europäischer Ebene. An diese Anfänge konnte jetzt angeknüpft werden.

Verena Falb leitet den Bereich Internationale Kooperationen bei NRW.Energy4Climate, der Landesgesellschaft für Energie und Klimaschutz des Landes Nordrhein-Westfalen und betreutet mehrere internationale Partnerschaften. Bereits in der Vorgängerinstitution EnergieAgentur.NRW war sie langjährige Projektleiterin für internationale Beziehungen und Außenwirtschaft, nachdem sie mehrere Jahre in der Wirtschaftsabteilung der französischen Botschaft gearbeitet hatte.
Als Landesgesellschaft geht NRW.Energy4Climate Partnerschaften mit internationalen Akteuren ein, um Wissen auszutauschen, gemeinsame Projekte umzusetzen und die zukünftige Energieversorgung durch Importe und die entsprechenden Infrastrukturen sicherzustellen. Ziel ist die Beschleunigung der Transformation hin zur Klimaneutralität des Landes Nordrhein-Westfalen. Eine Absichtserklärung gibt es etwa mit Pôlénergie in Dunkerque in Nordfrankreich. Pôlénergie unterstützt private sowie öffentliche Akteure in der Region Hauts-de-France auf deren Weg zur Klimaneutralität. Falb schilderte die gemeinsamen Herausforderungen der beiden Industrieregionen Hauts-de-France und NRW etwa beim Ausbau der Erneuerbaren Energien, der Dekarbonisierung der Industrie, dem Aufbau einer H2-Lieferkette, sowie der Umsetzung der Wärme- und Mobilitätswende. Dafür arbeitet NRW.Energy4Climate nicht nur mit dem regionalen Energiecluster Pôlénergie in Dunkerque zusammen, mit dem die Partnerschaft seit 2022 besteht, sondern auch mit der Französischen Botschaft und Business France, Fachverbänden wie France Hydrogène und dem Deutsch-Französischen Büro für die Energiewende. NRW.Energy4Climate unterstützt Delegationsreisen und vernetzt Firmen beider Länder. Für Kommunen bietet die Landesgesellschaft fachlichen Input und Vernetzung.


Dr. Udo Thelen ist seit April 2024 Generalsekretär der Deutsch-Französischen Hochschule. Der Experte im Bereich Weiterbildung, Internationalisierung und Hochschulmanagement ist u.a. auch promovierter Sprachwissenschaftler. Er stellte die Deutsch-Französische Hochschule mit ihrem umfassenden Angebot an Studien- und Forschungsprogrammen als den zentralen Akteur der deutsch-französischen Hochschulkooperation vor, welche mittlerweile mehr als 200 Hochschuleinrichtungen umfasst. In NRW haben sich die Deutsch-Französischen Studiengänge in einem von der deutsch-französischen Hochschule (DFH) und der Fachhochschule Dortmund geförderten Netzwerk “Deutsch-Französische Studiengänge NRW” zusammengeschlossen. Den Mehrwert dieses und vieler weiterer im Kontext der DFH und ihrer Studiengänge entstandener Netzwerke sieht Thelen in den gesellschaftlichen Beiträgen der Studierenden und Absolvent*innen. So können sich Studiengänge als lokaler Akteur in einer Kommune etablieren, sie strahlen aus auf der Ebene der Verwaltung in andere Bereiche, auf der Ebene der Studierenden hinein in Freizeitaktivitäten, gesellschaftliche Engagements, Forschung und künftige Berufs- und Lebensgestaltung. Viele ehemalige und aktuelle Studierende vernetzen heute auf persönlicher, beruflicher und ehrenamtlicher Ebene die beiden Regionen.
Als langjährige Lehrerin für Französisch, Spanisch und Latein an einem Krefelder Gymnasium war Dr. Barbara Verwiebe u.a. auch Mitglied der erweiterten Schulleitung und ist heute im Ministerium für Schule und Bildung tätig im Referat für Fremdsprachen und bilingualen Unterricht. Sie schilderte die Situation der Sprache Französisch als Unterrichtsfach, die aktuellen Herausforderungen und skizzierte die Strategien auf Landesebene zur Förderung der Partnersprache Französisch. So lernen in NRW heute mehr als 400.000 Schülerinnen und Schüler Französisch. Die Schulen unterhalten rund 500 Schulpartnerschaften mit französischen Schulen. In 13 AbiBac-Schulen kann gleichzeitig die deutsche und französische Hochschulreife erlangt werden.


Jochen Hake vertrat auf dem Podium gleich zwei Einrichtungen. Nach einigen Jahren als Vizepräsident ist er seit Herbst 2022 Präsident der Vereinigung Deutsch-Französischer Gesellschaften für Europa e.V. (VDFG). Dieses Engagement ergab sich aufgrund seiner langjährigen Mitgliedschaft bei der deutsch-französischen Gesellschaft Holzwickede, die seit 1978 eine Städtepartnerschaft pflegt. Die VDFG vertritt die Interessen von vielen Mitglieds- und Partnerschaftsvereinen in Frankreich und Deutschland. Der Bundesverband vereint knapp 150 Mitgliedsgesellschaften unter einem Dach und repräsentiert rund 18.000 Mitglieder im gesamten Bundesgebiet. Die VDFG versteht sich als Mittler und Schnittstelle im Bereich der deutsch-französischen Zivilgesellschaft zu Multiplikatoren, Entscheidungsträgern und Vertretern aus Diplomatie und Politik – also Lobbyarbeit – und als wichtige Plattform für den Erfahrungsaustausch. NRW ist Vorreiter, wenn es um regionale Initiativen innerhalb der VDFG geht; hier, wo es die größte Dichte an DFGen gibt, hat sich ein jährliches Zusammentreffen etabliert, zu dem eine der lokalen Mitgliedsgesellschaften einlädt. Die Regionaltagung erstreckt sich zumeist über einen Tag und bietet Gelegenheit zu einem intensiven Gedankenaustausch in einem kleineren Kreise als bei den Bundeskongressen. Für die Gemeinde Holzwickede ist Hake zudem Vertreter im Deutsch-Französischen Ausschuss (DFA) des Rates der Gemeinden und Regionen Europas (RGRE). Der Deutsch-Französische Ausschuss (DFA) ist der älteste Fachausschuss in der Deutschen Sektion des Rates der Gemeinden und Regionen Europas (RGRE). Er wurde 1988 mit dem Ziel gegründet, die deutsch-französischen Beziehungen auf kommunaler Ebene zu vertiefen und zu erweitern. Dabei versteht sich der Ausschuss als Ideengeber, Katalysator, Helfer und Netzwerker der Mitgliedskommunen im RGRE für deren Partnerschaftsarbeit mit Frankreich – mit Vorbildfunktion für alle kommunalen Partnerschaften. Der Deutsch-Französische Ausschuss arbeitet eng mit der französischen RGRE-Sektion „Association Française du Conseil des Communes et Régions d’Europe“ (AFCCRE) zusammen. Zur Erreichung seiner Ziele pflegt der Ausschuss zudem enge Beziehungen und Kontakte zu staatlichen Stellen sowie weiteren relevanten Organisationen in Deutschland und Frankreich.
Katia Baudin ist seit September 2016 Direktorin der Kunstmuseen Krefeld. Die Deutsch-Französin vereint in ihrem Lebenslauf viel Internationalität, und insbesondere eine intime Kenntnis der beiden Partnerregionen NRW und Hauts-de-France. Bei Paris geboren und in New York aufgewachsen, absolvierte sie einen Master in Kunstgeschichte an der Sorbonne-Paris IV und übernahm dann nach zwei Jahren am Centre Pompidou die Leitung des Fonds régional d’art contemporain Nord-Pas de Calais (heute Frac Grand Large-Hauts de France) in Dünkirchen (1997-2004). Nach einer Zeit als Rektorin der Straßburger Kunst und Design Akademie ESAD kam sie zurück nach Deutschland als stellvertretende Direktorin des Museum Ludwig in Köln und wechselte schließlich an die Leitung der Kunstmuseen Krefeld. Ein glücklicher Zufall, dass Krefeld und Dunkerque Partnerstädte sind: so fügt sich die Partnerschaft zwischen den Kunstmuseen Krefeld und dem Frac Grand Large-Hauts de France in Dunkerque mit wertvollen Initiativen in die Städtepartnerschaft ein und bereichert diese nachhaltig. Wichtige Fragen für Baudin in ihrer Zusammenarbeit zwischen beiden Institutionen, Städten und Regionen: Was unterscheidet uns, was teilen wir, was können wir voneinander lernen? Es geht um den Austausch von Perspektiven auf Kunst und Design, Sammlungen, Arbeitsweisen, sowie innovative Vermittlungsansätze innerhalb und außerhalb des Museums. Dank ihrer intimen Kenntnis der Sammlung des Frac und der Region Hauts de France kann Baudin besonders gut als Vermittlerin zwischen den Kulturen auftreten und findet, man könnte hier viel von den Fracs lernen – besonders deren innovativen Ansatz neue Wege zu finden, Bürgern zeitgenössische Kunst näher zu bringen. Diesen besonderen Geist des Frac konnte sie so auch in Krefeld umsetzen – u.a. durch Ausstellungen in Haus Lange und Haus Esters sowie durch Offsite-Projekte etwa in einem Gymnasium. Kunst spielt selbstverständlich eine große Rolle in der Städtepartnerstadt; so nimmt Katia Baudin an den offiziellen Delegationsreisen teil, zuletzt anlässlich des 50jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft.

Mittagsimbiss
Bei einem Mittagsimbiss in der Lohnhalle der Zeche Zollern konnten sich die Teilnehmenden zu den Impulsen und Eindrücken des Vormittags austauschen und sich miteinander vernetzen, bevor es in die nachmittäglichen Themengruppen ging. Diese waren in vier Themenblöcke analog der Schwerpunkte der Partnerschaftserklärung aufgeteilt. So wurden wirtschaftliche Entwicklung und Klimaschutz, Kultur und künstlerisches Schaffen, Sprache und Bildung sowie Kommunalpartnerschaften und bürgerliches Engagement in den Fokus genommen.




Themengruppe 1: Wirtschaftliche Entwicklung und Klimaschutz
Im Themenblock wirtschaftliche Entwicklung und Klimaschutz stand die Transformation der Wirtschaft im Hinblick auf den Klimawandel im Vordergrund. Der Workshop wurde von Dr. Christian Untrieser, MdL und stellvertretender Vorsitzender der Parlamentariergruppe NRW-Frankreich, moderiert.
Die wirtschaftliche Verflechtung zwischen Frankreich und NRW ist groß – rund 1000 französische Firmen haben ihren Sitz in NRW, das sind über 20% aller französischen Firmen in Deutschland. Umgekehrt haben mehrere hundert Unternehmen aus NRW Niederlassungen in Frankreich. Die Handels- und Wirtschaftsabteilung der französischen Botschaft (Business France) hat ihre für ganz Deutschland zuständige Zentrale in Düsseldorf, die Deutsch-Französische Industrie- und Handelskammer wiederum hat ihren Sitz in Paris, nur eine TGV-Stunde südlich von Lille, der Hauptstadt der Region Hauts-de-France.
Verbindungen zwischen beiden Ländern und Regionen schaffen zudem die Programme der Europäischen Union, insbesondere jene zur Förderung von Kooperationsvorhaben für die Transformation. Dazu gehört auch die interregionale und transnationale Kooperation in der Europäischen territorialen Zusammenarbeit (Interreg). Ein solches Projekt, gefördert aus dem EU-Programm Interreg, stellte Bernd Assenmacher aus dem Wissenschaftsladen Bonn e.V. vor. Assenmacher ist Diplom-Geograf mit Schwerpunkt Klimatologie und seit 1994 Mitarbeiter im Wissenschaftsladen Bonn e.V., er hat umfassende Projekterfahrung in den Bereichen Klimaschutz/-resilienz, Biodiversitätsförderung und Umweltbildung. Der Wissenschaftsladen (WILA) Bonn e. V. ist seit 1984 als „Science Shop“ aktiv. Mit einem partizipativen Ansatz initiiert, leitet und koordiniert er Projekte und versteht sich dabei als Vermittler und Brückenbauer zwischen zivilgesellschaftlichen Gruppen, engagierten Einzelpersonen, wissenschaftlichen Einrichtungen, Bildungsträgern, Kommunen und Unternehmen. Dabei ist von Anfang an der Blick über den Tellerrand und insbesondere die europäische Perspektive wichtig. Denn viele wichtige gesellschaftliche Fragestellungen stellen sich nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa. Ein Anliegen ist dem WILA Bonn etwa die Vernetzung von Bürger*innen und Hochschulen, damit sich Forschung mit bürgerschaftlichen Fragestellungen beschäftigt und Forschung vom Wissen der „Laien“ profitiert. Aus dieser Denkweise entstanden die EU-Projekte, an denen der WILA Bonn gemeinsam mit europäischen Partnern arbeitet.
So auch das INTERREG – Projekt IB Green, das bei der aktuellen starken Versiegelung von Industrie- und Gewerbegebieten ansetzt.
Das Projekt IB-Green will der Natur wieder mehr Raum gegeben und einen Beitrag zu klimaangepassten und zukunftsfähigen Industrie- und Gewerbegebieten leisten. Daher konzentriert sich das Projekt auf die Entwicklung grün-blauer Infrastruktur in bestehenden Industrie- und Gewerbegebieten zur Verringerung von Hitzestress, und arbeitet dazu mit elf Partnerorganisationen aus sechs Ländern Nordwesteuropas (Belgien, Deutschland, Frankreich, Irland, Luxemburg und den Niederlanden) zusammen. Einer der Partner ist auch die Metropole Lille. Die Federführung liegt beim deutschen Leadpartner, dem Klima-Bündnis. Das Projektkonsortium skaliert und testet bereits erprobte Lösungen zur Anpassung an den Klimawandel in Wohn- und Mischquartieren für Industrie- und Gewerbegebiete. Im Fokus steht dabei sowohl der Ausbau von grün-blauer Infrastruktur wie auch die Entwicklung einer besseren öffentlich-privaten Zusammenarbeit, durch die Einbeziehung von Unternehmen und Kommunen gleichermaßen. Dazu werden im Projekt etwa Aktionspläne und Planspiele erarbeitet, Erfolgsbeispiele und bewährte Verfahren vorgestellt und Schulungskurse für die beteiligten Akteure angeboten. Der Schwerpunkt des Projekts liegt auf älteren Industrie- und Gewerbegebieten, die häufig besonders stark versiegelt sind und an Attraktivität verlieren. Können sie wieder aufgewertet werden, kann auf die Inanspruchnahme neuer und bislang unbebauter Flächen verzichtet werden – was wiederum zur Lebensqualität der Menschen vor Ort beiträgt.
Assenmacher gab den Workshopteilnehmenden Einblick in seinen Projektpart; so belohnt WILA Bonn etwa mit einem neuen Preis, dem „IB-Green Award“, Unternehmen, die besonders aktiv an der Klimaanpassung arbeiten. Die Teilnahme an europäischen Projekten kann gerade für Städte attraktiv sein, die mit ihrer Partnerstadt enger in den Austausch kommen und gemeinsam an lokalen Herausforderungen arbeiten möchten, die einen globalen Kontext haben. IB Green lässt dabei Raum, möglichst viele Akteure miteinzubeziehen – gerade für Städtepartnerschaften mit ihrer vielfältigen Akteurslandschaft ein spannendes Angebot.
Wie Initiativen zum Umgang mit den Herausforderungen des Klimawandels auch von Seiten der engagierten Zivilgesellschaft eingebracht und skaliert werden können, das berichtete Sandra Nieland, Co-Jugendsprecherin des Partnerschaftsvereins Rosendahl – Entrammes/Forcé/Parné.
Die Studentin der Betriebswirtschaft an der FH Münster stammt aus Rosendahl und ist sozusagen mit der Partnerschaft nach Frankreich aufgewachsen. Die französischen Partnerstädte liegen zwar nicht in Hauts-de-France, sondern in der Region Loire, aber die Partnerschaft hat bislang eine ganze Reihe inspirierender Projekte hervorgebracht. Nieland hat daher bereits einige Erfahrung im grenzüberschreitenden Projektmanagement – gemeinsam mit dem französischen Partnerverein hat sie u.a. den Neuaufbau der Homepage des Vereins gemanagt.
Unter dem Motto „Wir bauen am grünen Haus Europa“ hatte der Partnerschaftsverein Rosendahl-Entrammes gemeinsam mit seinen französischen Freunden das 50-jährige Bestehen der Partnerschaft 2022 unter das Zeichen der Nachhaltigkeit gestellt.
Die Frage der Nachhaltigkeit spielte bereits länger eine Rolle – angefangen bei der nachhaltigen Logistik zu den Partnerschaftstreffen, effizienter Ressourcennutzung, Mülltrennung und Recycling. Bei den jährlichen Partnerschaftstreffen mit über hundert Teilnehmenden sind das durchaus große Themen. Und der Austausch dazu wird auf beiden Seiten als sehr bereichernd empfunden – denn die Sichtweisen und Debatten sind jenseits des Rheins eben oftmals ganz andere. So kam es zu zwei Begegnungsprojekten im Jahr 2022 – einen Jugendaustausch, der in Frankreich stattfand, und ein „Großes Treffen“ in Rosendahl. Beide waren ein großer Erfolg, mit jeweils eigenem Programm. Beim Treffen in Rosendahl wurde der Schwerpunkt auf Energie und Recycling gelegt, ein Wertstoffhof und eine Biogasanlage in Coesfeld besucht und der Bioenergiepark in Saerbeck. Für die Jüngeren gab es die Möglichkeit, Nistkästen zu bauen und an kleinen Windkraftanlagen zu tüfteln. Außerdem gab es Workshops zur heimischen Pflanzenwelt und zur nachhaltigen Gestaltung und Pflege von Gärten. Dazu gab es ein vielfältiges Sportprogramm.
Bei der Jugendbegegnung in Frankreich gab es eine Reihe unterschiedlicher Aktivitäten, u.a. der Besuch eines Soldatenfriedhofs, einer Abtei, des Wissenschaftsparks von La Villette in Paris, sowie des französischen Parlaments und des Eiffelturms. Dem Jahresmotto entsprechend wurde zudem in einem Workshop in gemischten Gruppen ein sogenanntes „Klima-Fresko“ erarbeitet. Dabei werden sämtliche Aspekte zum Thema Klimaschutz gemeinsam besprochen und beleuchtet. Moderiert wurde der Workshop vom Verein „Synergie 53“ aus Laval, der sich um die Förderung des Energiemanagements und die Entwicklung lokaler erneuerbarer Energien und allgemeiner nachhaltiger Entwicklungsinitiativen kümmert.
Der Workshop „La Fresque du Climat“ wurde 2015 von Cédric Ringenbach, dem ehemaligen Direktor von The Shift Project anlässlich eines Kurses auf der Grundlage der Arbeit des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) konzipiert. Das Tool basiert auf einem Satz von 42 Karten, die mittlerweile in mehr als 45 Sprachen übersetzt wurden und deren Inhalt aus den wissenschaftlichen Berichten des IPCC stammt. Der Workshop setzt auf kollektive Intelligenz und ermöglicht es, die Ursachen und Folgen des Klimawandels in drei Stunden zu verstehen.
Im Dezember 2018, nach dreijähriger Entwicklungszeit, wurde der gleichnamige Verein gegründet, um Moderator*innen zur Anleitung des Workshops zu schulen und mithilfe des für alle Zielgruppen geeigneten Workshops für die Herausforderungen des Klimawandels zu sensibilisieren..
Übersetzt für die Zwecke des Partnerschaftstreffens wurde das Klimafresko samt allen Dokumenten in Teamwork von Isabelle Perlemoine vom Comité de Jumelage in Frankreich und Monika Klein vom Partnerschaftsverein Rosendahl – Entrammes/Forcé/Parné.
Diese gemeinsame Auseinandersetzung hat zu einem intensiven Austausch unter den deutschen und französischen Jugendlichen geführt, der beide Seiten auch im Nachgang weiter begleitet. So gab es in Rosendahl später Anschlussdiskussionen zu diesem Thema. Auch bei diesem Projekt wurde deutlich, dass gemeinsame grenzüberschreitende Zusammenarbeit eine große Rolle dabei spielen kann, die Ideen, Instrumente, Ansätze und Lösungen von einem Land ins andere zu bringen. Im Austausch sprachen die Teilnehmenden des Workshops weitere Aspekte an, wie etwa die unterschiedliche Herangehensweise an die Energieversorgung – in Frankreich wird weiterhin Atomkraft genutzt, während sich Deutschland von dieser verabschiedet hat – und was sie für Mentalitätsunterschiede und praktische Fragen der Zusammenarbeit mit sich bringt. Auch der Fachkräftemangel war ein Thema: so könnte eigentlich der hohe Bedarf nicht nur an Fachkräften, sondern an Arbeitskräften allgemein durchaus junge Menschen aus Frankreich, die dort unter erhöhter Jugendarbeitslosigkeit leiden, nach NRW locken. Leider ist der Arbeitsmarkt offenbar in dieser Richtung jedoch (noch) nicht durchlässig genug; ein Grund dafür, der in der weiteren Diskussion aufkam, ist möglicherweise die Frage der Sprachkompetenz. So wird Deutsch in Frankreich weiterhin als sehr schwierig zu erlernen wahrgenommen, und der Fokus auf die „leichteren“ romanischen Sprachen wie Italienisch oder Spanisch gelegt. Hilfreich könnte – und hier kam die Diskussion auf das Grußwort von François Decoster zurück – eine engere Zusammenarbeit und Projekte insbesondere im Ausbildungsbereich sein.
Themengruppe 2: Kultur und künstlerisches Schaffen
Im Themenblock Kultur und künstlerisches Schaffen fand ein intensiver Austausch statt zu innovativen Institutionen und Veranstaltungsformaten, die dank unterschiedlicher Förderprogramme Kommunen und Zivilgesellschaft in den Partnerregionen diesseits und jenseits des Rheins in den Austausch bringen.
Moderiert wurde der Workshop von David Babin, der als Direktor des Deutsch-Französischen Kulturzentrums Essen auch selbst einiges zum Thema beizutragen hatte.
Katia Baudin, Direktorin der Kunstmuseen Krefeld, griff die bereits am Vormittag genannten Themen erneut auf und erzählte aus eigener Erfahrung die Unterschiede im deutschen und französischen Kulturbetrieb. So berichtete sie, dass das Frac Grand Large-Hauts de France in Dunkerque zu Anfang keine regionale Kunst gezeigt, sondern direkt internationale Kunst angeschafft hätte. Die politische Idee dahinter war das Anliegen der Dezentralisierung; direkt in den Regionen sollte ein Zugang zu hochwertiger Kunst geschaffen werden. Die Finanzierung teilten sich dann National- und Regionalebene. Heute arbeiten viele Museen international; die Kunstmuseen Krefeld haben viel vom FRACS lernen können und umgekehrt – es ist eine nachhaltige Zusammenarbeit. Neue Vermittlungsformate von Kunst konnten gemeinsam erarbeitet und experimentell den Besuchern näher gebracht werden. So kamen neue Ideen und eine neue Motivation auch in die Teams der Mitarbeitenden auf beiden Seiten. Von großer Bedeutung war natürlich zudem die gute Zusammenarbeit zwischen und die Unterstützung durch die beiden Direktorinnen. Voraussetzung ist – natürlich – die eigene Motivation, der eigene Wille und nicht zuletzt, dass der Partner auch mitzieht. Zu dem Gefühl der Zusammengehörigkeit und dem guten Vertrauensverhältnis beigetragen hat aber nicht zuletzt das starke Fundament der langjährigen Städtepartnerschaft zwischen Krefeld und Dunkerque.
Als ein besonders innovatives Beispiel eines Kunstprojekts mit Bezug zur Lebenswirklichkeit nannte Baudin die Schulhofkunst der französischen Künstlerin Céline Condorelli, die auf dem Pausenhof der Marienschule in Krefeld realisiert worden war. Das Kunstwerk ist in Dunkerque seit einigen Jahren fester Teil eines Schulhofs – und kam nun im Rahmen der Ausstellung Museum grenzenlos, dem Sammlungstausch mit dem FRAC Grand Large – Hauts-de-France zur 50jährigen Städtepartnerschaften für fünf Jahre nach Krefeld. Das Kunstwerk thematisiert die Benachteiligung von Menschen aufgrund ihres Geschlechts im Sport und lädt zur spielerischen Auseinandersetzung ein. Jahreszahlen geben an, wann es Frauen erstmalig erlaubt wurde, in einer jeweiligen Sportart an internationalen Meisterschaften teilzunehmen. Quelle: https://kunstmuseenkrefeld.de/de/Press/2024/09/Kunst-Auf-Den-Schulhof
Dr. Agathe Mareuge konnte an diesen Ansatz direkt anknüpfen. Sie berichtete von ihren Erfahrungen als erste Besetzung der Gastprofessur Maurice Halbwachs an der Bergischen Universität Wuppertal. Ebenso wie Katia Baudin stellte auch Agathe Mareuge dabei fest, wie sehr sich die Hochschullandschaft in Deutschland von der in Frankreich unterscheidet. Die Maurice-Halbwachs-Gastprofessur, die 2023-2024 zum ersten Mal ausgeschrieben wurde und von der NRW Landesregierung und der französischen Botschaft unterstützt wird, ist interdisziplinär und interkulturell konzipiert und soll das Frankreich-Engagement der Universität Wuppertal sichtbar machen sowie den deutsch-französischen Forschungstransfer und Kulturaustausch fördern. Mareuge ist Dozentin in Germanistik und Kulturvermittlung an der Sorbonne Universität in Paris. In ihren Forschungen und in ihrer Lehre hat Agathe Mareuge sich schon immer für deutsch-französische, internationale Fragestellungen und für Transdisziplinarität interessiert. In Wuppertal hat sie gemeinsam mit mehreren Partnern ein umfangreiches Kulturprogramm entwickelt.
Eine Auswahl des Kulturprogramms:
- Filmreihe zum Thema „Female Gaze aus Frankreich“, mit Gästen aus Frankreich (Journalistin und Aktivistin Elvire Duvelle-Charles, Filmwissenschaftler Alexandre Moussa) und Kooperationen mit lokalen Organisationen (Wupperfrauen e.V., Volkshochschule)
- Ausstellung zu der Wuppertaler Künstlerin und Übersetzerin Flora Klee-Palyi (die sich damals schon sehr für den deutsch-französischen Kulturaustausch engagiert hat) im Foyer der Uni-Bibliothek, in Kooperation mit dem Von-der-Heydt-Museum, dem Stadtarchiv, dem Uni-Archiv, der Sammlung Schriefers. Es war ein Projektseminar, bei dem die Studierenden mitgewirkt haben. Aus der lokalen Vereinswelt waren die Wupperfrauen bei der Finissage dabei. Es gab einen großen Medienanklang.
- Kooperation mit dem Tanztheater Wuppertal und Boris Charmatz: Tanzworkshop + Podiumsdiskussion zum Thema „Avantgarde nach Pina Bausch“, mit Boris Charmatz, Charles Aubin (Centre Pompidou Jersey City) und Susanne Böhmisch (Aix Marseille Université).
Mareuge bedauerte, dass ein Jahr so kurz ist; kaum habe man Kooperationen ins Leben gerufen, sei das Jahr bereits zu Ende – die Projekte lassen sie aber auch jetzt nicht los, so dass die Verbindung nach Wuppertal bestehen bleiben wird.
Um Musik, die verbindet, geht es bei den Projekten zwischen Düren und Valenciennes. Vorgestellt wurde die Partnerschaft durch Stefan Knodel, Beauftragter für die Städtepartnerschaften für die beiden französischen Partnerstädte Valenciennes (Departement Nord) und Cormeilles (Normandie).
Düren hat heute acht Partnerstädte. Die ersten Beziehungen knüpfte die Stadt im Jahre 1959 mit dem französischen Valenciennes und leistete damit einen Beitrag zur Versöhnung der beiden Staaten nach dem Zweiten Weltkrieg. Noch heute pflegen viele Vereine Kontakte mit der rund 250 Kilometer entfernten Stadt im Département Nord und es gibt einen regelmäßigen Schüleraustausch. Leider wird die Partnerschaft vom aktuellen Bürgermeister in Valenciennes nicht gefördert. Dennoch bestehen die Beziehungen zwischen den beiden Städten weiter. So bietet das Burgau-Gymnasium das AbiBac an, wodurch Frankreich im Stadtbild präsent bleibt. Die festeste Verbindung jedoch stellen die symphonischen Blasorchester in beiden Städten dar, die die Beziehungen aufrechterhalten.
Renold Quade, Leiter des Sinfonischen Blasorchesters (SBO) der Musikschule Düren, berichtete über die Ursprünge und Highlights der langjährigen Freundschaft zwischen den beiden Blasorchestern in Düren und Valenciennes (Harmonie de Valenciennes) mit gemeinsamen Konzertauftritten. Er sprach vom Kooperationsprojekt mit dem Burgau-Gymnasium, dem Ensemble Chopinspiration aus Valenciennes und dem SBO. Und er erzählte vom gemeinsamen Auftritt von SBO und der Jazzcombo Bacoustic aus Valenciennes anlässlich des 60jährigen Jubiläums des Élysée-Vertrags. Die Orchester haben eine gute Altersdurchmischung, von 16jährigen bis 80jährigen ist alles dabei. Bei Austauschen werden private Unterkünfte angeboten, viele Kontakte und Freundschaften sind über die Jahre entstanden.
Finanziell ist dabei nicht alles auf Rosen gebettet; insbesondere die französische Seite hat Mühe, die nötigen Mittel zu finden. In Düren hilft die Sparkasse oder auch der Förderverein der Musikschule: ein Weg findet sich immer, wenn die Menschen das Projekt gut finden!
Eine lebhafte Diskussion zwischen den Teilnehmenden entspann sich zur Frage der Projektfinanzierung – Erasmus+ und andere EU-Projekte, das Deutsch-Französische Jugendwerk und der Deutsch-Französische Bürgerfonds wurden als Fördermittelgeber genannt und Erfahrungen ausgetauscht. Befragt nach dem größten Problem in ihrer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit nannten die Referent*innen vor allem die Personalknappheit auf beiden Seiten. Es überwiegen jedoch bei allen die positiven Aspekte: so schweißt der Karneval Krefeld und Dunkerque zusammen, Düren und Valenciennes leben ihre Freundschaft mit der Sprache der Musik, und auch in Wuppertal wird die Verbindung nach Frankreich weitergehen.










Themengruppe 3: Sprache und Bildung
Der Themenblock Sprache und Bildung stellte die Bedeutung und Stärkung der Attraktivität der französischen Sprache in Nordrhein-Westfalen sowie der deutschen Sprache in der Region Hauts-de-France in den Mittelpunkt und brachte viele Impulse für Schulpartnerschaften sowie die Mobilität von Lehrerinnen und Lehrern sowie Schülerinnen und Schülern zwischen beiden Partnerregionen. Moderiert wurde der Workshop von Odile Brogden. Die gebürtige Französin und gelernte Dolmetscherin lebt schon lange in Dortmund, ist Vorstandsmitglied der Auslandsgesellschaft.de e.V. und dort Leiterin der Deutsch-Französischen Gesellschaft, die auch in der Städtepartnerschaft zwischen Dortmund und Amiens aktiv ist. Die Referentinnen des Workshops deckten gemeinsam die gesamte Bandbreite frühkindlicher, schulischer und hochschulischer Bildungsinstitutionen ab und setzen einen besonderen Schwerpunkt auf den Französischunterricht in Berufsschulen.
Zunächst stellte Hildegard Heinzle, Direktorin der Ecole Maternelle de Gaulle-Adenauer, Bonn-Mehlem, das Konzept ihrer Kita und die Idee von Elysée-Kitas vor.
So war im Rahmen der deutsch-französischen Agenda 2020 beschlossen worden, bis 2020 ein Netzwerk von mindestens 200 bilingualen Kindertageseinrichtungen/ Écoles maternelles auf deutscher und französischer Seite einzurichten. Das Ziel war, einen konstruktiven Beitrag zu einem Europa der Mehrsprachigkeit zu leisten. Durch die frühzeitige Förderung von Fremdsprachenerwerb sollen Kommunikationskompetenzen angelegt und ausgebaut werden, um die kognitive und soziale Entwicklung von Menschen und ihrer Identität zu fördern. 2020 waren in Deutschland 164 Einrichtungen zertifiziert, in Frankreich 96, sodass inzwischen bereits 260 Einrichtungen auf deutscher und französischer Seite ausgezeichnet wurden. In NRW gibt es heute drei Elysée-Kitas, in Wuppertal, Düsseldorf und Bonn. Elysée-Kita bedeutet, dass im Alltag neben der jeweiligen Landessprache regelmäßig und altersgerecht in der Partnersprache kommuniziert wird, entweder in Form regelmäßiger Angebote während der Woche oder bis hin zu einer vollständigen Immersion.
Hildegard Heinzle hat eine Biographie, die zu genau diesem Konzept wunderbar passt. Die gebürtige Österreicherin zog als junge Frau nach Westafrika, wo sie acht Jahre in Mali, Togo und der Côte d‘Ivoire lebte. Schließlich wurde sie im französischen Dijon Grundschullehrerin. Als Schulleiterin einer Brennpunktschule fing sie an, mit der Waldkindergartenpädagogik, die sie aus ihrer Heimat kannte, zu experimentieren, um den Kindern einen Zugang zur Natur zu verschaffen. Die Kinder entwickelten dabei nicht nur ihre Kreativität und verbesserten ihre Sozialkompetenz, auch ihre sprachlichen Fähigkeiten wurden besser. Das weckte das Interesse der Schulbehörden – bald leitete Heinzle Lehrerfortbildungen über die naturnahe Pädagogik. Heinzles Idee einer „wilden Ecke“ auf dem Schulhof sollte auch die Schulhöfe in Paris verschönern und sie naturnah umgestalten, um neue pädagogische Möglichkeiten zu erlauben. Auch als heutige Leiterin der Ecole Maternelle de Gaulle-Adenauer in Bonn-Mehlem setzt Heinzle weiterhin auf naturnahe Pädagogik. Kindern aus über dreißig verschiedenen Nationalitäten besuchen diese Kita, ihre Eltern bringen sich auf vielfältige Weise für die Kita ein. Das Konzept erlaubt den Kindern Zugang zu Sprache und Natur, gleichzeitig sorgt die kulturelle Vielfalt für den Abbau von Vorurteilen und die Wertschätzung für alle Kulturen. Kurz: ein Beispiel, in der eine Idee aus dem deutschen Sprachraum in Frankreich Wertschätzung erfährt und in Deutschland mit den internationalen Erfahrungen gestärkt neue Dynamik entfaltet.
Über die Unterschiede zwischen dem deutschen und dem französischen Bildungssystem insbesondere im Bereich der frühkindlichen Bildung hat Heinzle viel zu sagen: da wären zunächst die Vorurteile gegenüber dem jeweils anderen Land und seinen pädagogischen Konzepten. Mit deutschen Augen wirkt das französische Konzept der „école maternelle“ total verschult – wie eine richtige Schule eben. Auch die Erzieherinnen und Erzieher für Kita-Kinder heißen bezeichnenderweise in Frankreich „Lehrer*innen“. Die Schulpflicht gilt in Frankreich ab 3 Jahren. Mit französischen Augen wiederum wirkt der deutsche Kindergarten wie Zeitvergeudung für die Kinder, da ja „nur gespielt“ würde. Man kann beiden Systemen allerdings auch viel Positives abgewinnen. Was aus Heinzles Sicht etwa in Frankreich positiv ist, ist die ausgeprägte Fähigkeit und das Interesse am strukturierten Lernen. In Deutschland wiederum wird mehr Wert gelegt auf spielerische Sprachförderung durch Beobachtung; erkennen, beschreiben, kategorisieren sind wichtige Aktivitäten. Heinzle sieht großes Potential im Austausch zwischen den pädagogischen Konzepten, und auch darin, funktionierende Methoden aus dem jeweils anderen Land zu übernehmen. Ein Problem für ihre Elysée-Kita hängt mit der deutschen Bürokratie zusammen; so müssen französische „professeur d’écoles“, die in Deutschland tätig sein wollen, das Sprachniveau B2 in Deutsch nachweisen. Das wäre aber für eine Elysée-Kita, in der diese Lehrkräfte sowieso auf französisch unterrichten, gar nicht notwendig. Ohne diese Vorschrift wäre es erheblich einfacher für die Elysée-Kita, geeignetes Personal zu finden – daher wünscht sich Heinzle von der Politik, diese Vorschrift zu streichen.
Alexandra Donike ist seit Ende 2021 als schulfachliche Dezernentin für die Berufskollegs in der Bezirksregierung Düsseldorf tätig und u.a. für den Bereich „Fremdsprachen“ zuständig. Seit August 2022 leitet sie die dortige EU-Geschäftsstelle. Mit den Fächern Englisch und katholische Religion begleitete sie zuvor viele Jahre internationale Projekte am Berufskolleg in Hilden.
Während in Gymnasien und Realschulen Französischunterricht sehr verbreitet ist, scheinen Angebot und Nachfrage in den anderen Schulformen sehr viel geringer zu sein. Das Angebot mit dem leicht sperrigen Namen DFZQ pro steht für „Deutsch-Französische Zusatzqualifikation am Berufskolleg (DFZQ PRO)“ und möchte mehr Schülerinnen und Schüler von Berufsschulen für den Französischunterricht gewinnen.
Entwickelt wurde die Zusatzqualifikation vom Schulministerium gemeinsam mit den EU-Geschäftsstellen des Landes sowie außerschulischen und schulischen Partnern aus Deutschland und Frankreich. Deutsche und französische Auszubildenden arbeiten dazu an gemeinsamen Lernsituationen im Unterricht und erwerben dadurch berufsfachliche, fremdsprachliche und interkulturelle Kompetenzen. Im Rahmen eines Praktikums oder eines gemeinsamen Projektbesuches im Partnerland werden diese Kompetenzen zusätzlich erweitert. Eine abschließende Reflektion bildet die Grundlage für die Zertifizierung.
Die ersten Absolventinnen und Absolventen erhielten ihre Zertifikate 2022 und äußerten sich enthusiastisch über die fachlichen und persönlichen Erfahrungen, die ihnen die Zusatzqualifikation vermitteln konnte. Immer mehr Berufskollegs nehmen die Zusatzqualifikation ins Programm. Perspektivisch wird eine flächendeckende Ausweitung auf ganz NRW angestrebt und eine Übertragung auf andere binationale Kooperationen.
Als ein Beispiel für eine solche Zusammenarbeit im Rahmen der DFZQ pro nannte Donike die Kooperation von Mechatroniker*innen, die die gemeinsame Aufgabe gestellt bekamen, eine Klimaanlage zu bauen. Die gemeinsame Arbeit dauerte zwei Wochen, und wurde von allen Beteiligten sehr positiv bewertet.
Direkt anknüpfen an diesen Beitrag konnte Christiane Olbrich, die neben verschiedenen weiteren Funktionen auch Bildungsgangkoordinatorin für die Ausbildungsvorbereitung ist sowie stellvertretende Koordinatorin Internationales am Robert-Bosch-Berufskolleg Duisburg. Die Sonderpädagogin für emotionale und soziale Entwicklung hatte abgesehen vom schulischen Französischunterricht und einigen Frankreichurlauben eher weniger Berührung mit dem Nachbarland, als das RBBK den Plan entwickelte, seinen Schüler*innen aus der Ausbildungsvorbereitung etwas zu bieten, was ihnen neue Perspektiven und positive Erfahrungen vermitteln sollte. Viele Schüler*innen des RBBK kommen kaum aus Duisburg heraus, manche leiden unter sozialen Nachteilen oder Verhaltensauffälligkeiten.
Die Stadt Duisburg ist geprägt durch den Strukturwandel im Duisburger Norden, insbesondere den Wandel in der Stahlindustrie. Durch Werkschließungen, Fusionen und Rationalisierung sind eine Vielzahl von Arbeitsplätzen gerade für gering qualifizierte junge Männer abgebaut worden. Speziell diesen jungen Menschen bietet das Robert-Bosch-Berufskolleg durch seine Bildungsangebote, sein Förderkonzept, seine gute schulische Ausstattung und eine wertschätzende Lern- und Arbeitsatmosphäre die Möglichkeit, zusätzliche Qualifikationen, Kompetenzen und Schulabschlüsse mit dem Ziel der gesellschaftlichen Teilhabe zu erwerben.
Der Gedanke, über die Städtepartnerschaft der Stadt Duisburg eine Verbindung zu schließen war schließlich der Ausgangspunkt für die heutigen Calais-Besuche. Die jahrzehntelange belastbare Partnerschaft mit Calais versprach erfahrene Ansprechpartner und eine große Bereitschaft, Projekte zu realisieren. Calais bot sich durch Entfernung, Geschichte und Beschaffenheit der Stadt an. Der Kontakt entwickelte sich dann rasch dank der Hilfe der deutsch-französischen Gesellschaft Duisburg. So wuchs das Programm schnell und weitete sich von der Ausbildungsvorbereitung aus auf die zweijährige Berufsfachschule. Aus der Initialidee haben sich viele weitere Projekte entwickelt – so etwa die Restaurierung der Kirche Notre Dame, die Teilnahme am Projekt Demokratieschmiede, und nicht zuletzt auch die Fotoausstellung der Duisburger Schüler*innen und ihrer Partner*innen aus Calais, die die Teilnehmenden der Netzwerkveranstaltung im ehemaligen Magazin bewundern konnten und die Zeugnis ablegt von der engen Zusammenarbeit der beiden Schulen.
Mit dem letzten Beitrag wandte sich der Blick auf die Bildungszusammenarbeit im hochschulischen Bereich. Anica Roßmöller ist Koordinatorin für den binationalen Studiengang „Internationale and Europäische Governance“ zwischen dem Institut für Politikwissenschaft der Universität Münster und dem Institut d’Etudes Politiques von Lille. Sie hat selbst einen deutsch-französischen Doppelabschluss zwischen Bonn und Paris absolviert, sowie einen Master der internationalen Beziehungen von Eichstätt Ingolstadt. Zuvor arbeitete sie einige Jahre in der deutsch-indischen Wissenschaftsdiplomatie und verbindet nun die Kooperation mit Frankreich mit einer Promotion mit Bezug zu Indien.
Der Studiengang ging bereits 1999 als auf vier Jahre angelegtes Doppeldiplom an den Start und hat seitdem einige Änderungsprozesse erfahren, u.a. war mit der Bologna-Reform eine Neuakkreditierung als Masterstudiengang notwendig. Das Konzept ist einfach: eine Jahrgangskohorte aus rund 40 französischen und deutschen Studierenden studiert im jährlichen Wechsel an der Uni Sciences Po Lille und der Universität Münster. Für das Bachelorprogramm finden die Jahre 1 und 3 in Lille, das Jahr 2 in Münster statt. Für das Masterprogramm findet das Jahr 1 in Münster statt, das Jahr 2 entweder in Lille oder Münster, auch Partnerhochschulen können gewählt werden. Zwei Drittel der Studierenden absolvieren das letzte Studienjahr in Lille; meist, wenn sie bereits wissen, in welcher Branche sie arbeiten wollen, denn das Curriculum in Lille ist professionalisierender. Nach Münster kommen meist diejenigen zurück, die weiterhin im akademischen Bereich bleiben möchten oder sich noch nicht festgelegt haben.
Der Studiengang ist die Grundlage für diverse nationale und internationale Laufbahnen im Bereich der Wissenschaft, der öffentlichen Hand, der internationalen Organisationen, der europäischen Institutionen, in Unternehmen, der Kommunikation und dem Journalismus, bei Vereinen und Nichtregierungsorganisationen…
Nach einem Vierteljahrhundert ist der Studiengang in beiden Hochschulen und Städten gut etabliert und zu einer festen Größe geworden. Mit über 400 Absolvent*innen und den aktuellen Studierenden wurde seit den Anfängen eine Reihe eigener Ideen, Projekte und Vernetzungen angestoßen. Dazu zählt ein offizieller Alumni-Verein ebenso wie zahlreiche informelle Netzwerke. Manche Absolvent*innen der „FIFA“ (aus der französischen Bezeichnung filière franco-allemande) leben heute noch oder wieder in Lille und Münster, andere in Paris oder Berlin, Brüssel oder New York. Sie bilden eine Gruppe, die sich als Multiplikatoren vielfältig in die deutsch-französischen Beziehungen einbringen kann und es vielfach auch tut.
Themengruppe 4: Kommunalpartnerschaften und bürgerschaftliches Engagement
Der Themenblock Städtepartnerschaften und bürgerschaftliches Engagement konzentrierte sich auf die Pflege, die Neubelebung und den Aufbau von neuen Kommunalpartnerschaften, Deutsch-Französischen Gesellschaften und sonstigen deutsch-französischen zivilgesellschaftlichen Organisationen. Moderiert wurde er von Beate Brockmann, der Referentin der Netzwerkstelle Städtepartnerschaften der Auslandsgesellschaft.de e.V., die selbst einen engen biographischen Bezug zu Frankreich hat. Sie konnte mit frühzeitiger Sprachförderung in der Grundschule, Aktivitäten im Rahmen von Städtepartnerschaften und Schulaustauschen, Angeboten des Deutsch-Französischen Jugendwerks sowie der Deutsch-Französischen Hochschule von einer breiten Palette deutsch-französischer Angebote profitieren.
Dass auch ganz andere Biographien einen ins „franco-allemand“ führen können, belegte Astrid Socha, stellvertretende Vorsitzende der Arrasfreunde Herten e. V., die erst durch ihren französischen Partner zu diesem Engagement kam. Die Historikerin arbeitet im Bereich Kultur und Bildung und berichtete von der Zusammenarbeit zwischen Herten und Arras insbesondere im Rahmen von TANDEM, den deutsch-französischen Klimapartnerschaften für die lokale Energiewende.
TANDEM bringt Kommunen und relevante Akteure aus Deutschland und Frankreich zusammen, die den kommunalen Klimaschutz gestalten und fördern. Ziel ist es, die Umsetzung konkreter, beispielhafter Kooperationsprojekte zu unterstützen und einen grenzüberschreitenden Austausch zu ermöglichen, um beide Länder in der Energie- und Klimapolitik voranzubringen.
TANDEM wird im Rahmen der EUKI (Europäische Klimaschutzinitiative) mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz sowie der ADEME (Agence de l’Environnement et de la Maîtrise de l’Energie) durch die Städtenetzwerke Energy Cities und Klima-Bündnis koordiniert und umgesetzt.
Waltraud Schleser, die Vorsitzende der Deutsch-Französischen Gesellschaft Duisburg e.V. und
Wolfgang Schwarzer als ehemaliger Vorsitzender berichteten von der Entwicklung der DFG Duisburg und wie der Verein es geschafft hat, über die Zeit mehrere hundert Mitglieder zu gewinnen und sich ungewöhnlich breit aufzustellen. Hilfreich war es, so Schwarzer, dass er bereits seit 1972 am Kommunalen Kino Duisburg engagiert war. Dadurch, und durch seine Arbeit als langjähriger Fachbereichsleiter für Romanische und andere Sprachen bei der Volkshochschule der Stadt Duisburg, saß Schwarzer direkt an der Quelle zu kulturellen Angeboten, die er an die DFG weitergeben konnte. So kam eine intensive Vernetzung der Akteure zustande, und die DFG beteiligte sich an zahlreichen kulturellen Angeboten vor Ort. Waltraud Schleser, die als Übersetzerin und interkulturelle Trainerin arbeitet, ist seit langem spezialisiert auf Deutschland und Frankreich. Nach sieben Jahren Leben und Arbeiten in Frankreich kehrte sie 2013 zurück und fand ihre neue französische Heimat in der DFG, wo sie u.a. den umfangreichen Newsletter redaktionell verantwortet. Gleich auf mehreren Ebenen hat die DFG spannende neue Ansätze in ihrem Engagement gefunden:
- Mit ihrem qualitativ hochwertigen Newsletter, der eigene kulturelle Angebote des Vereins sowie auch eine Reihe externer Angebote umfasst, sowie auch Rätsel und Gewinnspiele, Hinweise zur französischen Aktualität, Buchempfehlungen und vieles mehr, hat die DFG eine Leserschaft weit über die Stadt Duisburg hinaus gewonnen.
- Nachbarstädte Duisburgs wurden über das Kulturprogramm auf die DFG Duisburg aufmerksam – so entstanden Kooperationen für gemeinsame Kulturangebote und Reisen. In der Corona-Epidemie entstand eine enge Kooperation mit dem Centre franco-allemand de Touraine, mit dem ein regelmäßiger Austausch, sowohl virtuell als auch in Präsenz, stattfindet. Die Verbindungen über Stadtgrenzen hinweg tragen zu einer stärkeren Verflechtung in der gesamten Region bei.
- Die Corona-Jahre wurden vom Verein genutzt, neue digitale Angebote zu machen und Sprach-Tandems zwischen Vereinsmitgliedern aus den Partnerstädten zu organisieren. Aufgrund dieser Angebote konnten viele neue Mitglieder gewonnen werden.
- Die Einrichtung einer „Jungen DFG“ sorgt dafür, dass der städtepartnerschaftliche Nachwuchs Sichtbarkeit und Aufmerksamkeit erhält.
- Die erfolgreiche Kooperation zwischen der DFG und dem Robert-Bosch-Berufskolleg Duisburg begann mit der Kontaktvermittlung und Begleitung nach Calais und umfasst mittlerweile auch die „Frankreichvorbereitung“ der Schüler*innen des RBBK durch die DFG, mit Informationen zu Landeskunde und einem Mini-Crashkurs in Französisch.
- Durch die enge Zusammenarbeit mit der Stadt Duisburg konnten weitere Projekte wie die Foto-Ausstellung realisiert werden.
Julia Müller, Projektbeauftragte für die Transformation der deutsch-französischen Zivilgesellschaft bei der Vereinigung Deutsch-Französischer Gesellschaften für Europa e.V. (VDFG), sprach in ihrem Beitrag über die Entstehung und die Beratungsangeboten dieser Transformationsstelle sowie zum Netzwerk des Deutsch-Französischen Jugendausschusses. So entstand der Deutsch-Französische Jugendausschuss, weil die „Jungen“ bei den VDFG-Treffen gern auch mal „unter sich“ diskutieren wollten. Das Team besteht mittlerweile aus rund 100 Engagierten aus Frankreich und Deutschland, die an vielen verschiedenen Orten leben und sich meist online treffen und zu Projekten zusammenfinden. Durch den DFJA erhalten die jungen Menschen, die oft aufgrund von Studium, Praktika und Berufseinstieg sehr mobil sind bzw. sein müssen, die Möglichkeit, auch außerhalb der Grenzen und Zuständigkeiten eines einzigen Partnerschaftsvereins einer Städtepartnerschaft im „franco-allemand“ zu bleiben und ihr Netzwerk auszubauen. Präsenztreffen finden anlässlich der jährlichen VDFG-Treffen statt. Der DFJA hat das Format des „Intergenerationellen Forums“ ins Leben gerufen, bei dem sich ältere und jüngere VDFG-Mitglieder regemäßig austauschen. Weitere Projekte sind:
- Die Broschüre „101 Ideen für die deutsch-französische Freundschaft“, in der ganz konkrete Projektideen und praktische Tipps und Tricks zusammengestellt sind, die Anregungen für kreative und moderne deutsch-französische Austausche geben.
- Der Podcast „Figures Franco-Allemandes“, der die verschiedenen Geschichten hinter den deutsch-französischen Beziehungen zu den Gesichtern und Projekten aus Zivilgesellschaft, Politik, Wirtschaft und Kultur erzählt.
- froodel, der deutsch-französischen Plattform, die deutsch-französische Veranstaltungen, Job- & Studienangebote, Sprachkurse, Austausche und Aus- & Fortbildungen übersichtlich bündelt.
- Die Kampagne „Franco-Allemand in der Schule“, in der Schüler*innen über die vielfältigen Möglichkeiten in den deutsch-französischen Beziehungen informiert werden.
- Das lab.franco.allemand, mit dem ehrenamtliche Organisationen dabei unterstützt werden, innovative Projektideen umzusetzen, Jugendliche und junge Erwachsene einzubinden und zu fördern und Transformationsprozesse innerhalb der eigenen Organisation erfolgreich zu gestalten.
Aus dem lab.franco.allemand entwickelte sich die Stelle der Projektbeauftragten für die Transformation der deutsch-französischen Zivilgesellschaft, die noch bis Jahresende 2024 gefördert wird.
Die Diskussion zu den vorgestellten Projekten nahm schnell Fahrt auf; die Teilnehmenden berichteten von ihren eigenen Vereinen, den Beziehungen zur jeweiligen Stadtverwaltung, dem Partnerverein, sowie den Herausforderungen vor Ort, insbesondere bei der Gewinnung neuer Engagierter. Wertvolle Beiträge kamen unter anderem vom Vertreter des Deutsch-Französischen Bürgerfonds, der zu den Fördermöglichkeiten des Fonds informierte, sowie von den Vertreterinnen und Vertretern der Union Régionale des Acteurs Franco-Allemands des Hauts de France pour l’Europe, die für die Veranstaltung aus der Partnerregion Hauts-de-France angereist waren und sich anboten, allen Vereinen und Kommunen aus NRW, die ihre Beziehungen nach Hauts-de-France stärken und intensivieren wollen, bei der Kontaktvermittlung zu helfen.





Moderierte Kontaktbörse und Markt der Möglichkeiten
Nach einer kurzen Kaffeepause ging es in die Vernetzungsphase bei einer Kontaktbörse und einem Markt der Möglichkeiten, bei dem sich Akteure präsentierten, die eine Schlüsselstellung einnehmen für die Netzwerkarbeit zwischen beiden Regionen in unterschiedlichen thematischen Bereichen sowie bei der Bereitstellung von Fördermitteln für neue Projekte.
Folgende Einrichtungen waren dabei mit Informationsständen vertreten:
Vereinigung Deutsch-Französischer Gesellschaften für Europa e.V. (VDFG)
https://vdfg.de
Deutsch-Französischer Jugendausschuss
https://dfja.eu/
Netzwerk Route NN, Arbeit und Leben DGB/VHS NRW e.V.
https://www.routenn.org/
Deutsch-Französisches Jugendwerk
https://www.dfjw.org/
Deutsch-Französischer Bürgerfonds
https://www.buergerfonds.eu/startseite
Deutsch-Französische Hochschule
https://www.dfh-ufa.org/
Landesinitiative Europa-Schecks
https://mbeim.nrw/europa-schecks
Bei den zahlreichen Gesprächen der Teilnehmenden hörte man dabei immer wieder eines heraus: die Freude, sich kennengelernt zu haben, und den Wunsch nach weiterem Austausch.
Zum Download
Liste der deutsch-französischen Städtepartnerschaften zwischen NRW und Hauts-de-France –> Link
Impulsvortrag „Netzwerke regionaler Partnerschaften – warum und wozu?“ von Dr. Kai Pfundheller, Leiter des Instituts für Politische Bildung der Auslandsgesellschaft.de e.V. und der Netzwerkstelle Städtepartnerschaften – Deutsch –> Link | Français –> Lien
Programm der Jubliäumsveranstaltung – Deutsch –> Link | Français –> Lien
Veranstaltungsbericht auf deutsch –> Link | Compte rendu de l’événement en français –> Lien
Impressionen der Jubiläumsveranstaltung Nordrhein-Westfalen – Hauts-de-France











Fotos: STK NRW/Caroline Seidel-Dißmann
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