Fördermittel der EU

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Fördermittel der EU sind in mehrjährige Förderperioden analog zum Haushalt der EU organisiert, die aktuelle läuft von 2021 bis 2027. Die Fördermittel sind in unterschiedliche thematische Bereiche gegliedert – so gibt es etwa die großen Struktur- und Investitionsfonds wie den ESF (Europäischer Sozialfonds), den EFRE (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung), und den ELER (Europäischer Fonds für die Entwicklung des ländlichen Raums). Es gibt Programme, die zentral von den EU-Behörden verwaltet und umgesetzt werden – in diesem Fall sind die etwa die Generaldirektionen der Europäischen Kommission die richtigen Ansprechpartner. Viele Programme werden jedoch national bzw. regional umgesetzt. Dann befinden sich die Ansprechpartner für die Antragsstellung in Berlin bzw. in der jeweiligen Landeshauptstadt.


Interessante Ansatzpunkte für Städtepartnerschaften sind etwa Jugend, Bildung oder grenzüberschreitende Zusammenarbeit; daher lohnt sich ein Blick auf EU-Programme wie Erasmus+ und Interreg (als Unterprogramm von EFRE).

Das Europäische Solidaritätskorps (ESK) ist ein Freiwilligendienst, der von der EU-Kommission eingerichtet wurde. Das Programm gibt jungen Menschen die Möglichkeit, an Freiwilligenprojekten oder Beschäftigungsprojekten in ihrem eigenen Land oder im Ausland teilzunehmen. Es fördert vielfältige Maßnahmen: von individuellen Freiwilligendiensten über Freiwilligenteams hin zu Solidaritätsprojekten, die junge Menschen eigenständig auf die Beine stellen.
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Erasmus+ ist das EU-Programm für Bildung, Jugend und Sport und eines der erfolgreichsten und anerkanntesten EU-Programme. Seit seiner Einführung im Jahr 1987 hat sich das Programm erheblich erweitert. Es umfasst nun die Bereiche der allgemeinen und beruflichen Bildung sowie die Bereiche Jugend und Sport. Für die Jahre 2021–2027 steht ein Budget von mehr als 26 Mrd. Euro zur Verfügung.  Mit Prioritäten wie Inklusion und Vielfalt, Partizipation am demokratischen Leben, Nachhaltigkeit, Umwelt- und Klimaziele und Digitaler Wandel spiegelt es Anliegen vieler Städtepartnerschaften wider. Ebenso sein Fokus auf den Aufbau transnationaler Partnerschaften. Leitaktionen sind die Mobilität von Einzelpersonen, die Zusammenarbeit von Organisationen und Institutionen sowie die Unterstützung politischer Entwicklung und Zusammenarbeit.

Vier Nationale Agenturen setzen in Deutschland das EU-Programm Erasmus+ um und sind Ansprechpartner, wenn es um Projektberatung, Antragstellung und Unterstützung für europäische Projekte geht. Die Nationalen Agenturen in Deutschland sind:

  • Nationale Agentur für EU-Hochschulzusammenarbeit
  • Nationale Agentur Erasmus+ Schulbildung
  • Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung
  • Nationale Agentur Erasmus+ JUGEND IN AKTION

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Der ERASMUS+ Programmteil Jugend gibt jungen Menschen zwischen 13 und 30 Jahren die Möglichkeit, aktive europäische Bürgerschaft zu erproben und konkrete Erfahrungen durch eigenes Engagement auf europäischer sowie auf nationaler und lokaler Ebene zu sammeln. Auch Projekte mit Ländern außerhalb der EU können gefördert werden. Die deutsche Ansprechpartnerin für das EU-Programm Erasmus+ Jugend ist die Nationale Agentur JUGEND für Europa in Bonn.
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Das EU-Programm Erasmus+ Erwachsenenbildung fördert u.a. Lernmobilitätsaktivitäten sowie Partnerschaften im Bereich der Erwachsenenbildung. Über Partnerschaften können öffentliche oder private Einrichtungen, die im weitesten Sinne in der Erwachsenenbildung tätig sind, transnationale Projekte umsetzen. Kooperationspartnerschaften bestehen aus mindestens drei Einrichtungen aus drei Programmländern und dienen dem Austausch oder der Unterstützung von Innovationen. Kleinere Partnerschaften umfassen mindestens zwei Einrichtungen aus zwei Programmländern und erleichtern kleinen, neuen und weniger erfahrenen Organisationen sowie benachteiligten Zielgruppen den Zugang zum Programm Erasmus. Weitere Informationen gibt es bei der Nationalen Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung (NA beim BIBB) in Bonn.
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Interreg ist eine Gemeinschaftsinitiative des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), welche auf die Förderung der Zusammenarbeit zwischen EUMitgliedstaaten und benachbarten Nicht-EU-Ländern abzielt. Das Programm fördert grenzübergreifende Maßnahmen der Zusammenarbeit wie Infrastrukturvorhaben, die Zusammenarbeit öffentlicher Versorgungsunternehmen, gemeinsame Aktionen von Unternehmen oder Kooperationen im Bereich des Umweltschutzes, der Bildung, der Raumplanung oder Kultur und hilft die Nachteile geographischer und auch linguistischer Barrieren und Entwicklungshemmnisse zu reduzieren. Förderung gibt es in drei Ausrichtungen: grenzüberschreitende, transnationale und interregionale Zusammenarbeit. Meist gibt es spezifische „Programmräume“, z.B. Nordwesteuropa, zu dem NRW gehört.
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Eine Projektdatenbank gibt über bislang geförderte Projekte Auskunft. Mehr Informationen–>
Informationen über die neue Förderperiode und Antragsfristen gibt es hier–>
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Das Europäische Amt für Zusammenarbeit (EuropeAid) wurde 2001 gegründet und war die zentrale Stelle für die praktische Umsetzung der europäischen Entwicklungspolitik. Anfang 2011 wurde EuropeAid mit der Generaldirektion Entwicklung der Europäischen Kommission fusioniert. Inzwischen lautet die Bezeichnung der Fachabteilung Generaldirektion Internationale Zusammenarbeit und Entwicklung. Sie ist für die Programmierung und Umsetzung der europäischen Entwicklungszusammenarbeit verantwortlich. Die Beratung zur EU-Förderung in der Entwicklungszusammenarbeit wird in Deutschland von der Engagement Global gGmbH – Service für Entwicklungsinitiativen angeboten.
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Engagement Global informiert und berät Einzelpersonen, Zivilgesellschaft, Kommunen, Schulen, Wirtschaft und Stiftungen zu entwicklungspolitischen Vorhaben und fördert diese finanziell. 
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Die Festigung der Städtepartnerschaften in Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit Kommunen und Zivilgesellschaft steht im Mittelpunkt unseres Projekts.

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