Kollegialer Austausch zwischen NRW-Kommunen und -Kreisen mit ukrainischer Partnerschaft | 26.04.2024
Am 26.04.2024 fand unser sechster und letzter „Kollegialer Austausch” statt. Das Prinzip ist einfach; während wir alle zwei Monate zu einem Fachaustausch einladen, geht es in den dazwischenliegenden Monaten im „Kollegialen Austausch“ um einen „freien“ Austausch, also nicht themengebunden. Die Teilnehmenden bringen ihre eigene Themen mit, wir gehen auf ihre aktuellen Fragen ein und Beratung und Lösungsideen erfolgen aus dem Kolleg*innenkreis.
In kleiner aber bunter Runde, in der Kreise, große und kleine Kommunen sowie auch die Vereinswelt vertreten war, wurde in dieser letzten Austausch-Veranstaltung online im Rahmen des „Reallabors kommunaler Aufbaupartnerschaften NRW-Ukraine“ angeregt diskutiert.
Hilfstransporte und Delegationsreisen
Berichtet wurde über Delegationsreisen aus der Ukraine, vergangene und geplante Hilfslieferungen, die Möglichkeit von Sachspendensammlungen sowie Erfahrungen aus einer Dreierpartnerschaft, in der zwei deutsche Kommunen jeweils eine Partnerschaft mit derselben ukrainischen Kommune pflegen. Weiterhin ist das Suchen, Finden und Beantragen von Fördermitteln zentrale Aufgabe der Partnerschaftsverantwortlichen in den Kommunen.
Kommunikation mit ukrainischen Partnern
Manche Partnerkommunen tauschen sich monatlich zu einem bestimmten Termin regelmäßig miteinander aus, teilweise auf Ebene der Stadtspitze. Die Erwartung ist allerdings, dass nach den ersten persönlichen Besuchen die Kommunikation verstärkt über die Verwaltungsebene gehen wird. Andere Kommunen arbeiten bislang noch mehr bedarfsorientiert auf einer ad-hoc-Basis. Allgemein beschäftigen sich die Partnerschaftsverantwortlichen in der Verwaltung damit, wie die übrige Verwaltung mit ihren jeweils relevanten Fachbereichen mehr in die Städtepartnerschaftsarbeit eingebunden werden kann. Diese Einbindung ist unumgänglich, wenn die Partnerschaft wirklich ihr volles Potential entfalten soll. So fällt den Partnerschaftsverantwortlichen als wichtige Aufgabe die intensive Kommunikation über die Partnerschaft hinein in die eigene Verwaltung zu, und das Werben um Unterstützung dafür insbesondere bei der Politik, deren fortgesetzte Rückendeckung zentral ist. Die Brücken- und Botschafter-Funktion der Partnerschaftsverantwortlichen, die oft über das rein Berufliche hinausgeht, wird insbesondere auch durch die Gestaltung der Kommunikation mit den ukrainischen Partnern deutlich, die vielfach über private Smartphones der Mitarbeitenden laufen, weil dort die Messenger-Dienste installiert sind, die die ukrainischen Partner nutzen.
Jugendbesuche
Projekte mit Jugendlichen werden weiterhin angeboten – etwa für Veranstaltungen wie internationale Jugendforen mit jungen Teilnehmenden aus den Partnerstädten. Insbesondere mit Blick auf die gewünschte Breiten- und Langzeitwirkung liegen den Kommunen Projekte mit Jugendlichen besonders am Herzen.
Feedbackrunde zum Projekt „Reallabor“
Mit Blick auf das Projektende ergab eine Feedback-Runde, dass die niederschwelligen Gesprächs- und Austauschformate während der Projektlaufzeit besonders geschätzt wurden, und die Teilnehmenden sich auch in Zukunft eine Austauschplattform wünschen, um die Vernetzung zwischen den Kommunen und Kreisen zur ukrainischen Partnerschaft aufrechterhalten zu können. Austausch zu bundesweiten Städtepartnerschaften mit der Ukraine wird Kommunen weiterhin über die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) im Rahmen ihres Projekts „Kommunale Partnerschaften mit der Ukraine“ angeboten. Zudem bietet die Plattform der Bundesregierung „Ukraine Wiederaufbauen“ verschiedene Formate online und in Präsenz zu unterschiedlichen Themenkreisen, die sich mit den Wiederaufbau der Ukraine beschäftigen. Eine weitere Plattform ist Cities4Cities United4Ukraine.
Durch die Regionalpartnerschaft des Landes Nordrhein-Westfalen mit der Oblast Dnipropetrowsk wird auch auf Landesebene der Austausch mit der Ukraine weitergeführt und mit Förderprogrammen unterstützt.
Mit einer herzlichen Einladung zur Abschlussveranstaltung in Präsenz am Mittwoch 19. Juni 2024 in der Auslandsgesellschaft in Dortmund endete der Austausch.
Zum Nachlesen: Zurückliegende Informationsveranstaltungen des „Reallabors Ukraine“
Im Rahmen des „Reallabors Kommunaler Aufbaupartnerschaften NRW – Ukraine“ bietet die Netzwerkstelle eine Informationsreihe zu Themenbereichen an, die für die aktuelle und zukünftige Zusammenarbeit mit den ukrainischen Partnern von Nutzen sein können. Veranstaltungsberichte für vergangene Veranstaltungen finden Sie auf unserer Website –> Reallabor Ukraine Veranstaltungen sowie regelmäßig auch in unserem Newsletter (https://staedtepartnerschaftennrw.org/unser-newsletter). Wenn Sie in unseren Verteiler aufgenommen werden sollen, wenden Sie sich gern an Dagmar Becker: becker@auslandsgesellschaft.de.
