Städtenetzwerke Gesundheit und Soziales

Das deutsche Gesunde Städte-Netzwerk versteht sich als Teil der internationalen Gesunde Städte-Bewegung der WHO. Zu seinen Zielen gehört, Gesundheitsförderung als gesellschaftspolitische Aufgabe im öffentlichen Bewusstsein zu verankern. Als grundlegende Ziele des Netzwerks werden die Förderung von Bürgerbeteiligung und der aktiven Selbsthilfen, die Umsetzung von Gesundheitsförderung als Querschnittsaufgabe, Chancengleichheit und die Gesundheitsberichterstattung genannt. München nutzt das Netzwerk, das sich im Wesentlichen an Fachleute richtet, vorwiegend für Kooperationen, Projekte und Informationen.

https://gesunde-staedte-netzwerk.de


Mayors for Peace (Bürgermeister für den Frieden) ist eine internationale Organisation von Städten, die sich der Friedensarbeit, insbesondere der atomaren Abrüstung, verschrieben haben. Ausgehend von einer Initiative Japans (des Bürgermeisters von Hiroshima) haben sich seit der Gründung 1982 bereits in 156 Ländern viele Städte der Organisation angeschlossen. Aus der grundsätzlichen Überlegung heraus, das Bürgermeisterinnen und Bürgermeister für die Sicherheit und das Leben ihrer Bürgerinnen und Bürger verantwortlich sind, versuchen Mayors of Peace die Verbreitung von Atomwaffen zu verhindern. Die Mitgliedschaft bedeutet, die Kampagne 2020 Vision zu unterstützen und damit die Aufnahme von Verhandlungen zur Abschaffung von Nuklearwaffen anzustreben.  

http://www.mayorsforpeace.org/


Das internationale Rainbow Cities Network setzt sich ein für eine aktive Lesben-, Schwule-, Bi-Sexuelle-, Transsexuelle-, Intersexuelle- (LBGTI) Gleichstellungsstrategie. Ziel ist, dass LGBTI-Personen in Städten und Gemeinden vollständig integriert werden, ohne Diskriminierung oder Gewalt in jeglicher Form ausgesetzt zu sein. Da Diskriminierung, Verfolgung und kriminelle Übergriffe immer noch weit verbreitet sind, haben viele europäische Städte erkannt, dass eine gemeinsame Strategie notwendig ist, die mehr Erfolg dabei verspricht, das zu ändern. Für die Gründung des Netzwerkes waren die Niederlande der Vorreiter. Hier waren bereits Städte zu einem solchen Netzwerk zusammengeschlossen.

Bei movisie, dem niederländischen Zentrum für soziale Entwicklung in Amsterdam, werden alle Projekte in den Mitgliedsstädten koordiniert. Neben Köln gehören inzwischen 25 Städte in Europa sowie Mexiko dem Netzwerk an. Voraussetzung für die Mitgliedschaft im Netzwerk ist der Beitritt zur Übereinkunft zur Gleichstellungsstrategie mit der Verpflichtung, diese in allen Bereichen der kommunalen Politik aktiv umzusetzen.

https://www.movisie.nl/en/themes/international-cities-form-rainbow-cities-network


Die Gründung der Internationalen Städtekoalition International Coalition of Inclusive and Sustainable Cities (ICCAR – ehemals „International Coalition of Cities against Racism“) ist eine Initiative der UNESCO und besteht seit 2004.

Ziel der Städtekoalition ist, gemeinsam gegen Rassismus in jeder Form vorzugehen und geeignete Strategien zu seiner Bekämpfung zu entwickeln. Der Begriff Rassismus wird inzwischen weit gefasst. Konkret richtet sich die Arbeit des Netzwerks gegen 

  • Diskriminierung wegen Hautfarbe, Religion oder Geschlecht,
  • Ausländerfeindlichkeit,
  • den Ausschluss aus der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.

Regional werden diese Ziele verfolgt durch

  • Europa: European Coalition of Cities against Racism (ECCAR), gegründet 2004 in Nürnberg
  • Afrika: African Coalition of Cities against Racism and Discrimination, gegründet 2006 in Nairobi/Kenia
  • Lateinamerika und die Karibik: Coalition of Latin American and Caribbean Cities against Racism, gegründet 2006 in Montevideo/Uruguay
  • Asien und der pazifische Raum: Coalition of Cities against Discrimination in Asia and the Pacific, gegründet 2006 in Bangkok/Thailand
  • Kanada: Canadian Coalition of Municipalities against Racism and Discrimination (CMARD), gegründet 2007 in Calgary/Alberta  
  • Arabischer Raum: Coalition of Arab Cities against Racism, Discrimination, Xenophobia and Intolerance, gegründet 2008 in Casablanca/Marokko
  • Vereinigten Staaten von Amerika: U.S. Coalition of Cities against Racism and Discrimination, gegründet 2013

Durch den Beitritt zur Koalition verpflichten sich die Städte zur Umsetzung eines Maßnahmekataloges, der auf einem gemeinsamen Zehn-Punkte-Aktionsplan basiert.

Mehr als 130 Städte haben sich der Europäischen Städtekoalition gegen Rassismus angeschlossen. Berlin ist im Jahr 2006 mit der Unterzeichnung des 10-Punkte-Aktionsplans gegen Rassismus der Städtekoalition beigetreten.

https://en.unesco.org/themes/fostering-rights-inclusion/iccar


Bislang konnten weltweit in mehr als 60 Städten über 200 Kunstschaffende Zuflucht finden. Das Netzwerk wächst kontinuierlich. Die Berliner Aktivitäten werden von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa koordiniert. Weitere Informationen zum Netzwerk finden Sie auf den Seiten der Fachverwaltung und auf der Seite des Netzwerkes.

https://www.icorn.org/


Das Netzwerk begründet eine Initiative von Bürgermeister*innen, die mit ihren Städten ebenfalls im Eurocities Netzwerk vertreten sind und sich gemeinsam für die Aufnahme und Integration von Geflüchteten und Asylsuchenden aussprechen.

Die Städte, die sich bisher im Solidarity Cities betätigen, und ebenso zukünftige Mitglieder, wollen bewusst mit der Europäischen Kommission und europäischen Mitgliedsstaaten zusammenarbeiten, um die Flüchtlingssituation besser angehen zu können.

2015 äußerte sich das Netzwerk Eurocities zu der bedeutenden Rolle, die den europäischen Städten bei der Aufnahme und Integration der Flüchtlinge zu Teil wird. Über Unterkunft und Verpflegung hinaus muss sich auch um die psychologischen, sozialen und emotionalen Bedürfnisse der Geflüchteten gekümmert werden. Gerade diesen Aspekten nimmt sich der Metropolverband der Solidarity Cities an, um eine gelungene Integration zu erleichtern.

Neben Berlin werden unter anderem auch Zürich, Mailand, Nikosia, Leeds, Athen, Leipzig, Amsterdam, Gent, Ljubljana, Barcelona, Florenz und Stockholm zukünftig den Geflüchteten solidarisch zur Seite stehen. Für mehr Informationen in englischer Sprache folgen Sie bitte diesem Link www.solidaritycities.eu/


Im European Social Network (ESN) treffen Fachkräfte öffentlicher Sozialdienste aus nahezu 30 Ländern Europas mit Vertreterinnen und Vertretern kommunaler Beratungs- und Begutachtungsstellen sowie Forschungseinrichtungen zusammen. Ihr gemeinsames Ziel im Rahmen der Netzwerkarbeit ist es, über den Austausch von Wissen und Erfahrung eine effektive Sozialpolitik und Sozialfürsorgepraxis fortzuentwickeln.

Thematische Schwerpunkte sind:

  • Kinder, Familien und Jugend
  • Alternde Gesellschaft und Pflege
  • integrative Sozialdienste
  • Physische und psychische Behinderung
  • innovatives, effizientes Sozialmanagement

Gefördert wird das Netzwerk durch die Europäische Union. Stephan Santelmann, Leiter des Amtes für Soziales und Senioren der Stadt Köln, vertritt uns im Netzwerk und gehört seit Frühjahr 2015 dessen Vorstand an.

http://www.esn-eu.org/home/index.html


München ist Mitglied im Xarxa-Netzwerk, einem Zusammenschluss von mehr als 20 europäischen Städten. Folgende Ziele werden verfolgt: die Verbesserung der Qualität der beruflichen Ausbildung, der Austausch und die Förderung von Praktika zwischen Ausbildungszentren und Unternehmen, die Schaffung von Projekten zur Ausbildung und hin zum Arbeitsplatz, die Teilnahme an gemeinsamen europäischen Programmen und Initiativen, vor allem am LEONARDO da VINCI-Programm, europäische Zusammenarbeit.
Kontakt: Referat für Bildung und Sport, iae@muenchen.de

https://www.xarxafp.org/



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Die Festigung der Städtepartnerschaften in Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit Kommunen und Zivilgesellschaft steht im Mittelpunkt unseres Projekts.

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